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Statue aufgetaucht: Trump und Epstein in Titanic-Pose

11.03.2026

In der US-Hauptstadt Washington ist eine Statue aufgetaucht, die Präsident Donald Trump und den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in der berühmten Titanic-Pose darstellen soll. 

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© Brendan SMIALOWSKI / AFP
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Die goldfarbene Figur mit dem Titel "Der König der Welt" wurde in der Nacht auf Dienstag in direkter Nähe zum Kapitol aufgestellt, wie die anonyme Gruppe "The Secret Handshake", die hinter der Aktion steckt, dpa bestätigte.

Die Skulptur zeigt zwei Figuren, die auf dem kleinen Nachbau eines Schiffsbuges stehen und die Arme ausbreiten - in Anlehnung an die berühmte Szene aus dem Filmklassiker Titanic, in der Rose (Kate Winslet) vor Jack (Leonardo DiCaprio) an der Reling steht und die Arme ausgebreitet, als würde sie über das Meer fliegen.

"Wir wollten eine Installation schaffen, die dem aktuellen Moment in der amerikanischen Geschichte angemessen erscheint", teilte der anonyme Zusammenschluss der dpa mit. Es sei sehr schwierig gewesen, die Statue dort hinzuschaffen, da sie ziemlich schwer sei.

Trump und Epstein einst Freunde

Auf einem an der Statue angebrachten Schild ist zu lesen: "Dieses Monument ehrt die Verbindung zwischen Donald Trump und Jeffrey Epstein, eine Freundschaft, die scheinbar auf luxuriösen Reisen, ausgelassenen Partys und geheimen Aktzeichnungen beruhte." Bereits in der Vergangenheit war in Washington eine Statue der beiden Männer aufgetaucht - damals mit dem Titel "Best Friends Forever".

Der US-Multimillionär Epstein hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem viele junge Frauen und auch Minderjährige zum Opfer fielen. Trump, der einst mit Epstein befreundet war, kommt auch selbst in den Akten vor. Das allein ist aber noch kein Hinweis auf strafbares Fehlverhalten.

Der Umgang der Trump-Regierung mit den sogenannten Epstein-Akten steht zunehmend in der Kritik. Abgeordnete und Beobachter werfen dem Justizministerium mangelnde Transparenz und umfangreiche Schwärzungen bei der Veröffentlichung der Dokumente vor. In der Öffentlichkeit wächst deshalb bei manchen der Verdacht, dass weiterhin Informationen zurückgehalten werden könnten.