"Milliardärs-Tour"
Wall-Street-Proteste suchen Reiche heim
Protestzug zu den Wohnsitzen der Finanzmagnaten geplant.
Die Reichen und Mächtigen in New York müssen sich auf unangenehmen Besuch einstellen: Die Demonstranten, die seit fast vier Wochen den Finanzdistrikt der Millionenmetropole belagern, wollen ihre Forderungen nach einer Beschneidung der Bankenmacht sowie Steuer- und Sozialreformen direkt vor die Haustüren der ungeliebten Finanzmagnaten tragen.
Boston geht gegen Demonstranten vor
Dutzende Nachahmer der Protestaktion die Wall-Street-Banken wurden in Boston (US-Staat Massachusetts) festgenommen. Bis zu 700 Polizisten hätten in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) ein Zeltlager Hunderter Protestler in einem öffentlichen Park aufgelöst, berichtete der "Boston Herald" auf seiner Onlineseite. Den Festgenommenen würden Teilnahme an einer unerlaubten Versammlung und der Aufenthalt in einem städtischen Park außerhalb der Öffnungszeiten vorgeworfen.
Die Besetzer waren von einer Aktion in New York inspiriert worden, wo seit mehr als drei Wochen meist junge Leute in einem Park nahe der Wall Street campieren, um gegen die Macht der Banken zu protestieren. Aus der Aktion von ein paar Dutzend Studenten ist ein Massenprotest geworden; an einer Demonstration vergangene Woche hatten rund 7000 Menschen teilgenommen. Ähnliche Aktionen gibt es mittlerweile in zahlreichen US-Städten wie der Hauptstadt Washington, Cincinnati (Ohio) oder Des Moines, der Hauptstadt von Iowa.