Berlin
"Yolocaust" - Schock-Bilder sollen User wachrütteln
Der Berliner Autor und Satiriker Shahak Shapira (28) hat mit einer entlarvenden Website über das Verhalten von Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin einen Internet-Hit gelandet. Die Seite "Yolocaust.de" sei am Mittwochmittag online gegangen und in den ersten zwölf Stunden mehr als 500.000 mal aufgerufen worden, teilte Shapiras Agentin am Donnerstag mit.
Das Wort "yolocaust" setzt sich aus dem in sozialen Netzwerken beliebten Hashtag YOLO (You Only Live Once/Du lebst nur einmal) und Holocaust zusammen. Auf der Website hat Shapira Fotos aus sozialen Medien zusammengestellt, auf denen zumeist junge Touristen am Denkmal für die ermordeten Juden Europas fröhlich posieren. Bewegt man den Mauszeiger über die Bilder, werden die Protagonisten in Bilder aus nationalsozialistischen Vernichtungslagern montiert. So hüpfen, turnen und tanzen die Touristen plötzlich nicht mehr auf dem Mahnmal herum, sondern optisch auf ermordeten Opfern der Nazis.