Mit über 60.000 "You'll Never Walk Alone" singenden Celtic-Fans und der Champions-League-Hymne bekam das Duell gleich den perfekten Auftakt im Celtic Park.
Und Moses Usor hätte nach 32 Sekunden gleich den dazu passenden Start gefunden: Nach einem hohen Ball lief der Stürmer frei in den Strafraum und knallte diesen per Halbvolley über den Keeper ins lange Kreuzeck - wow! Der Abseitspfiff unterbrach den Jubel aber prompt.
Doch auch Celtic meldete sich früh, bei einem langen Ball auf Camilo Duran bekam dieser noch die Fußspitze an den Ball und überraschte den herausstürmenden Lukas Jungwirth (10.). Die Kugel ging knapp am Kasten vorbei, der Goalie blieb im Glück.
Celtic–Dominanz ist erfolgreich
Schon in den ersten 15 Minuten kamen beide Teams wiederholt gefährlich in den Strafraum. Dennoch münzten die Gastgeber ihre 79 Prozent Ballbesitz in ein Tor um: Benjamin Nygren fasste sich nach einem schlecht geklärten Ball ein Herz und pfefferte den Ball via Direktabnahme ins Kreuzeck (26.). Fast so schön wie bei Usor, dieser zählte aber.
Ganz im Gegenteil zum nächsten LASK-Treffer, Samuel Adeniran stand bei George Bellos Flanke nämlich im Abseits (34.). Bitter!
Und es kam noch schlimmer, denn direkt danach das nächste Traumtor. Erneut wurde der Ball an die Strafraumgrenze geklärt, diesmal feuerte Duran per Volley unhaltbar in die Maschen (38.). Ein Tor schöner als das andere.
LASK zu schlampig, bei Celtic passt alles
Weil Distanzschüsse so viel Erfolg brachten, probierte es auch Callum McGregor, sein Schuss wurde an die Stange abgelenkt (56.).
Der LASK hatte das Tor mehrfach, allen voran Usor, der seinen Verteidiger per Haken gut stehen ließ, seinen Abschluss aber zu leicht auf den Torhüter brachte (62.). Das muss eigentlich ein Tor sein.
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Stattdessen wieder auf der Gegenseite, wieder sehenswert. Nach einem Doppelpass im Strafraum kam der schussfreudige Duran an den Ball, seinen Abschluss konnte Jungwirth nur mehr ins Tor abwehren (67.).
Nun braucht es für den Einzug in die Königsklasse schon ein kleines Wunder für den LASK.
Die Stimmen zur Partie
Dietmar Kühbauer (LASK-Trainer): "Das Ergebnis ist sehr hart. Bei 0:3 denkst du dir, 'da war nix drin'. Aber in dem Fall muss ich sagen, dass sie ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Das Einzige, was ich ihnen vorwerfen muss, ist, dass du aus diesen Chancen zwei, wenn nicht drei Tore machen musst. Das war das größte Manko im Spiel. Celtic hat diese Effizienz gezeigt. Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken Wir werden alles daran setzen, das Unmögliche noch zu schaffen."
Sascha Horvath (LASK-Kapitän): "Sehr, sehr bitter. Die Niederlage ist zu hoch. Es wäre mehr möglich gewesen. Wir hatten acht Torschüsse, da muss halt einmal einer rein. In Linz muss alles passen. Wir müssen hinten kompakt stehen, die Räume schneller schließen. Und die Chancen, die wir heute gehabt haben, machen."
Samuel Adeniran (LASK-Stürmer): "Ich bin nicht glücklich. So ist der Fußball leider. Wenn man die Chancen nicht macht, wird man bestraft. Wenn wir die Chancen machen, ist es ein anderes Spiel. Man kann überall Chancen kreieren. Natürlich gibt es noch Hoffnung, wenn Celtic drei schießen kann, können wir das zuhause auch."
Martin O'Neill (Celtic-Trainer): "Ich bin glücklich über die drei Tore, aber es war für uns ein wirklich schwieriger Abend. Sie sind eine wirklich gute Mannschaft. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber wir haben uns eine Chance erarbeitet. In der vergangenen Saison hat man sich über weite Strecken gefragt, wo ein Tor herkommen sollte. Hier sind wir in der Lage, Tore zu kreieren. Auch ohne Gegentor zu bleiben, war für uns sehr wichtig."
Benjamin Nygren (Celtic-Torschütze): "Wir waren in Ballbesitz überlegen. Dann gab es einige Momente, in denen wir nicht gut verteidigt haben, sie konnten Konter fahren, sie hatten zwei Abseitstore. Insgesamt waren wir etwas stärker."