Nations League

Ronaldo sorgt für Eklat – jetzt greift Jesus ein

Mehrere Männer in bordeauxfarbenen Trainingsanzügen, einer trägt eine Sonnenbrille.
© IMAGO/TT
90 Minuten auf der Bank, danach plötzlich weg: Cristiano Ronaldo sorgt beim Portugal-Team für Wirbel.
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Der Frust nach seinem historischen Bank-Abend hat für Cristiano Ronaldo ein Nachspiel. Beim 2:1-Sieg Portugals in Norwegen kam der 41-Jährige erstmals seit 18 Jahren in einem Pflichtspiel des Nationalteams keine einzige Minute zum Einsatz. Nach Schlusspfiff sorgte CR7 dann mit seinem Verhalten für Gesprächsstoff – und Teamchef Jorge Jesus kündigt nun ein persönliches Gespräch an.

Ronaldo fehlt beim Gang zu den Fans

Während sich seine Mitspieler nach dem Sieg in Oslo auf dem Rasen bei den mitgereisten portugiesischen Anhängern bedankten, war Ronaldo nicht dabei.

Jesus bekam die Szene zunächst gar nicht mit. "Ich habe es nicht bemerkt", erklärte der 72-Jährige. Erst nach der Partie sei er mehrfach darauf angesprochen worden.

Warum sein Kapitän den gemeinsamen Gang zu den Fans ausließ, konnte auch der Trainer nicht erklären: "Das müsst ihr ihn selbst fragen. Ich kann seine Gedanken nicht lesen, aber ich werde es wissen, wenn ich mit ihm spreche."

Was hinter Ronaldos Verhalten steckte, ist damit offen. Einen Zusammenhang mit seinem 90-minütigen Bankplatz bestätigte Jesus nicht.

Ein portugiesischer Fußballspieler im Trainingsanzug steht neben einem UEFA Nations League Ball.
Portugal siegte gegen Norwegen - mit Ronaldo auf der Bank © Getty Images

Jesus wollte Ronaldo eigentlich noch bringen

Dass Ronaldo gegen Erling Haaland und Co. nicht beginnen würde, hatte Jesus seinem Superstar bereits vor der Partie mitgeteilt. Gleichzeitig stellte er ihm einen Einsatz als Joker in Aussicht.

Doch dazu kam es nicht. Portugal ging durch João Felix in Führung (17.), Haaland glich nach der Pause aus (51.), ehe Gonçalo Ramos nur drei Minuten später das 2:1 erzielte (54.).

Jesus wechselte anschließend mehrfach – Ronaldo blieb trotzdem draußen. "Der Fußball gibt dir bestimmte Dinge vor. In diesem Fall hatte ich nicht das Gefühl, dass es gerechtfertigt gewesen wäre, den Stürmer zu wechseln", erklärte der Teamchef.

Jesus schickt Botschaft an seinen Kapitän

An Ronaldos grundsätzlichem Status soll sich nichts geändert haben. "Nur weil er heute nicht gespielt hat, bedeutet das nicht, dass ich nicht auf ihn zähle", betonte Jesus.

Gleichzeitig erinnerte der Trainer an Ronaldos Verantwortung als Kapitän: "Die Nationalmannschaft gehört uns allen."

Cristiano Ronaldo und Trainer Jorge Jesus im Gespräch beim Training der portugiesischen Fußballnationalmannschaft.
Jorge Jesus kündigt Gespräche an. © IMAGO/HMB-Media

Schon am Donnerstag gegen Dänemark könnte sich das Bild wieder komplett drehen. Jesus deutete eine Rückkehr Ronaldos in die Startelf an. Zuvor steht allerdings noch das angekündigte Gespräch zwischen Trainer und Superstar an.

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