Sündteurer Flop

10.000 Euro pro Test-Paket: Wiener Linien stellen "Öffi-Packerl" ein

© Wiener Linien/Simon Wöhrer
Mit dem Pilotprojekt "Öffi-Packerl" sollten Wiener Öffi-Fahrgäste Pakete transportieren – nach nur 120 Zustellungen ist der teure Testlauf aber schon wieder Geschichte.
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Die Idee war einzigartig: Fahrgäste der Wiener Linien sollten auf ihren täglichen Wegen Pakete mitnehmen und so die Warenzustellung in der Stadt entlasten. Dafür wurden entlang der Straßenbahnlinien 25 und 26 spezielle Paketboxen aufgestellt. Testpersonen konnten Sendungen per QR-Code abholen und an einer anderen Haltestelle wieder abgeben.

Der große Durchbruch blieb allerdings aus. Die Pilotphase endete bereits Ende August 2025, also genau vor einem Jahr. Eine Fortführung ist laut Wiener Linien nicht geplant. Insgesamt wurden während des Testbetriebs nur 120 Pakete transportiert. Brisant: Für das Forschungsprojekt flossen Förderungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Soll heißen: Ein transportiertes Testpaket kostete stolze 10.000 Euro!

Die Wiener Linien betonen, lediglich Infrastruktur wie Straßenbahnen und Haltestellenbereiche bereitgestellt zu haben. Die wissenschaftliche Auswertung erfolgte durch das Fraunhofer-Institut. Laut Abschlussbericht lag das Hauptproblem nicht bei der Technik, sondern bei der sogenannten "letzten Meile" – also der Übergabe und Zustellung der Pakete an die Empfänger. Inzwischen wurden die Transportboxen wieder abgebaut.