Zahl steigt

130 verletzte Polizisten nach Ausschreitungen gegen Bahnstrecke

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Nach den schweren Ausschreitungen bei den Protesten gegen die Hochgeschwindigkeitsbahn Turin–Lyon im Susatal ist die Zahl der verletzten Sicherheitskräfte auf rund 130 gestiegen.
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Nach Angaben italienischer Medien wurden 68 Carabinieri, 18 Beamte der Finanzpolizei sowie etwa 50 Polizisten verletzt. Die Behörden identifizierten nach den Krawallen rund 450 Personen.

Die Sicherheitskräfte untersuchen derzeit das Ausmaß der Schäden an den Baustellen der künftigen Bahnstrecke im Piemont. Nach ersten Einschätzungen sind die Sachschäden erheblich. Wann die beschädigten Anlagen wieder einsatzbereit sein werden, ist noch unklar. Nach Angaben der Behörden hatten vermummte Demonstranten Baustellen angegriffen sowie Steine, Feuerwerkskörper und Brandsätze auf Einsatzkräfte geworfen.

Staatspräsident Mattarella dankte Einsatzkräften

Die Demonstranten sprachen dagegen von einem "großen Tag des Widerstands". In einer Erklärung hieß es, Demonstranten hätten alle Baustellen im Tal erreicht und die Sicherheitsvorkehrungen überwunden. Zugleich warf die Bewegung der Polizei vor, Teilnehmer nach Ende der Demonstration kontrolliert zu haben.

Die Gewalt hatte parteiübergreifend scharfe Reaktionen ausgelöst. Staatspräsident Sergio Mattarella dankte den Einsatzkräften, Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte, der Staat werde sich von Gewalt nicht einschüchtern lassen. Vertreter mehrerer Oppositionsparteien verurteilten die Ausschreitungen ebenfalls.