Angriffswelle
14 Tote bei US-Luftschlägen im Iran
Bei den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. 78 weitere Menschen wurden bei den Luftangriffen der vergangenen zwei Tage verletzt, wie der Pressedienst der Regierung am Donnerstag mitteilte. Demnach werden immer noch 47 Verwundete in Krankenhäusern behandelt. Der Iran meldete Angriffe in fünf Provinzen.
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Zuletzt kamen drei Menschen bei einem Angriff am Stadtrand der Großstadt Ahvaz im Südwesten des Landes um. Weitere Menschen wurden verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf einen örtlichen Behördenvertreter. Der für Sicherheitsfragen zuständige Vize-Gouverneur der Provinz Chuzestan, Valiollah Hayati, sagte demnach, der Angriff habe sich gegen ein Gebiet am Rand der Stadt Ahvaz gerichtet. Weitere Einzelheiten nannte IRNA zunächst nicht.
Bahnstrecke Teheran-Mashhad getroffen
Das iranische Staatsfernsehen berichtete zudem, der Zugverkehr zwischen Teheran und Mashhad im Nordosten des Landes sei nach US-Angriffen eingestellt worden. Die iranische Eisenbahn sprach demnach von einem "kriminellen Angriff des US-israelischen Feindes" auf die Strecke. Reparaturteams seien entsandt worden, für festsitzende Reisende werde ein Weitertransport auf der Straße organisiert.
In Mashhad soll am Donnerstag der getötete oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, beigesetzt werden. Khamenei wurde in Mashhad geboren, mit dem Imam-Reza-Schrein befindet sich dort eines der wichtigsten schiitischen Heiligtümer des Iran. In den vergangenen Tagen hatten in Teheran, Qom sowie in den irakischen Städten Najaf und Kerbala Trauerfeierlichkeiten für Khamenei stattgefunden.
Die USA und der Iran hatten einander in der Nacht zum Donnerstag erneut attackiert. Laut dem US-Regionalkommando CENTCOM griffen die US-Streitkräfte 90 Ziele im Iran an. Die Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Iran, meldeten ihrerseits Angriffe auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait.
Khamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran, bei einem Angriff auf seine Residenz in Teheran getötet worden. Seit Anfang April galt eigentlich eine Waffenruhe, die US-Präsident Donald Trump jedoch am Mittwoch nach mehreren gegenseitigen Angriffen am Rande des NATO-Gipfels in Ankara für beendet erklärt hatte.