Der Rapid-Höhenflug hält auch im 351. Wiener Derby an. Dabei lag fast eine Stunde lang eine Sensation in der Luft. Doch Yusuf Demir brachte die Grün-Weißen per Elfmeter auf die Siegesstraße. Passend zum Spielverlauf führte ein Eigentor von Lee zum 2:0.
Auch interessant
Starke Austria-Leistung blieb unbelohnt
"Ich kann mich nicht erinnern, dass es eine derart unterschiedliche Ausgangsposition gegeben hätte", hatte ORF-Experte Peter Stöger vor dem Anpfiff erklärt. Tatsächlich trennten Tabellenführer Rapid und die Austria 20 Punkte - so viele wie nie zuvor.
Doch den Grün-Weißen gehört vorerst nur die Anfangsphase. Dahl schießt übers Tor (6.). Bei der besten Rapid-Chance in Halbzeit 1 pariert Austria-Goalie Sahin-Radlinger vor Adamsen (13.). Seidl jagt einen Freistoß übers Tor (16.). Dahl spielt sich vorne links zu lang (19.).
Austria-Lattenkracher durch Markovic
Plötzlich ist die Austria am Drücker. Querlatten-Kracher von Markovic nach einem Solo aus dem Mittelfeld (27.). Eggestein bringt den Ball bei einer Ecke gefährlich zur Mitte (29.), findet aber keinen Abnehmer. Ebenfalls nach Eckball wäre Rapid-Goalie Hedl geschlagen gewesen. Cvetkovic rettet vor Saljic und Fischer (Nachschuss/33.). Kurz vor der Pause hält Hedl bei einem Saljic-Schuss die Null fest.
Nach Seitenwechsel bleibt die Austria die aggressivere Mannschaft - aber dann passiert's!
60. Minute: Verdienter Elfer - 1:0 durch Demir
58. Minute: Austria-Abwehrchef Dragovic geht zu ungestüm in den Zweikampf gegen Kara und säbelt den Rapid-Stürmer um. Elfmeter! Demir lässt sich die Chance nicht entgehen und jagt den Ball zum 1:0 ins Netz (60.). Damit sind die Austria-Hoffnungen dahin. Dahl vergibt alleinstehend vorm dem Tor einen Sitzer (66.). Dann pariert Sahin-Radlinger heldenhaft vor Bolla (69.) und Mbuyi (81.).
Slapstick-Eigentor zum 2:0 für Rapid
Doppelt bitter das 2:0: Goalie Sahin-Radlinger verschätzt sich bei einem Eckball. Der Ball springt von der Stange über das Knie von Tae-Seok Lee ins eigene Tor (82.). Damit drängten viele der 13.451 Fans vorzeitig aus dem Austria-Stadion. Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup jubelt über seinen ersten Derby-Sieg (nach zuvor drei Niederlagen und einem Remis). Bei seinem Gegenüber Max Uhlig bleibt nach der Cup-Pleite auch im ersten Liga-Spiel der Trainereffekt aus.
Mit dem achten Pflichtspiel-Sieg in Serie bleibt Rapid drei Punkte vor Salzburg (5:1 gegen Austria Lustenau). 23 Punkte hinter Rapid dümpelt die Austria nach fünf Pflichtspiel-Niederlagen in Folge auf dem vorletzten Tabellenplatz - nur einen Punkt vor Schlusslicht WAC.