Dabei wirkten die Linzer lange so, als könnte sie dieser Rückschlag aus der Ruhe bringen. Schon früh drückten sie auf die Entscheidung.
Manch einer war negativ überrascht, Sascha Horváth nicht im ÖFB-Kader zu sehen. Der LASK-Spielmacher antwortete aber genau so, wie man es als Profi macht.
Nach nur sieben Minuten behauptete der 30-Jährige den Ball im Mittelfeld und fasste sich danach ein Herz: Sein Strahl aus rund 25 Metern schlug links unten ein (7.).
LASK-Pressing schadet Hartberg
Auch danach drückte nur der amtierende Meister auf einen Treffer. Liverpool-Leihgabe Armin Pesci wurde von Moses Usor nach Vorlagen von Neo-Nationalspieler Christoph Lang aber vorerst nur angeschossen (26.).
Mit den Ballgewinnen im Mittelfeld taten die Linzer dem TSV aber immer wieder weh und so überraschte es auch nicht, dass daraus das 2:0 fiel. Florian Flecker war diesmal zweikampfstark, über Horváth kam der Ball zu Lang, der sich vom Strafraumrand ein Herz fasste – erneut zappelte unten links das Netz (30.).
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Aus der Kabine gab es dann aber auch eine Hartberger Antwort. Andrija Radulovic, erst wenige Sekunden vorher eingewechselt, traf zum 1:2 (46.) – Flecker fälschte diesen aber unhaltbar ab.
Es blieb aber nur ein kurzer Aufschrei, weil sich das Team von Dietmar Kühbauer einfach zu schussstark präsentierte. Diesmal war es mit Andres Andrade sogar ein Innenverteidiger, der die Flanke von George Bello per Direktabnahme im Tor versenkte (58.).
Traum-Debüt von Rapid-Leihgabe
Das 4:1 lag in der Luft, Dejan Ljubicic vergab dieses sogar aus rund zwei Metern per Volley über das Tor (71.). Und die Tore, die man nicht schießt...
Denn Radulovic schlug erneut zu. Die Rapid-Leihgabe fing einen schlechten Querpass ab und nagelte den Ball mit links zum 3:2 in die Maschen (72.). Und der 24-Jährige hatte noch nicht genug.
Per Außenristpass setzte er Jed Drew traumhaft ein, dessen haltbaren Abschluss ließ Lukas Jungwirth zu leicht passieren (78.). Der Wahnsinn von Hartberg, eine komfortable Führung wandelte sich plötzlich in ein 3:3.
Beide kämpften nun um die drei Punkte, ein weiterer Schlusspunkt gelang aber beiden nicht mehr. Dennoch war es ein unglaublicher Punktgewinn für Markus Schopp und sein Team.