MotoGP

In Spielberg: Marquez patzt, KTM holt den Heimsieg

Ein Motorradrennfahrer fährt in Schräglage auf einer Rennstrecke mit rotem Randstreifen.
© APA/AFP/JOE KLAMAR
Der Spanier Pedro Acosta hat dem heimischen Motorradhersteller KTM beim Großen Preis von Österreich den ersten MotoGP-Heimsieg seit 2021 beschert.
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Einen Tag nach seinem Crash als Führender des Sprints feierte der 22-Jährige am Sonntag in Spielberg seinen ersten Triumph in der Motorrad-Königsklasse überhaupt. Zweiter wurde Sprint-Sieger Jorge Martin (Aprilia), der seine WM-Führung vor dem fünftplatzierten Marc Marquez (Ducati) ausbaute. Dritter wurde Marco Bezzecchi (Aprilia).

In der WM-Wertung liegt der Spanier Martin nach dem 15. von 22 Rennwochenenden nun zwölf Punkte vor seinem Landsmann Marquez. Acosta, der 2027 an der Seite von Superstar Marquez auf einer Ducati fahren wird, ist nach seinem dritten Podium en suite wieder Gesamtvierter.

Für KTM war es der erste MotoGP-Erfolg seit Oktober 2022 in Thailand durch Miguel Oliveira, ein Jahr zuvor hatte Brad Binder in Spielberg gesiegt. Der Südafrikaner krönte den KTM-Feiertag am Red Bull Ring mit einem sechsten Platz.

Acosta kämpfte sich an Martin vorbei

Am Start hatte Martin seine Spitzenposition verteidigt, Marquez verlor hingegen einige Positionen. Acosta, der tags zuvor mit dem Sieg vor Augen wegen einer Unachtsamkeit ausgeschieden war, fühlte sich erneut wohl und übernahm in der 9. von 28 Runden die Führung. Der KTM-Star verwaltete seinen Vorsprung souverän und brachte den Sieg dieses Mal nach Hause. In der Auslaufrunde stürzte er absichtlich im Schneckentempo an Ort und Stelle in Anspielung auf seinen Fauxpas.

Bei den Zuschauerzahlen ging die Tendenz in Spielberg trotz des neuen Termins nach den Sommerferien im September aber weiter nach unten. Insgesamt 101.500 Besucher, darunter die beiden heimischen Tennis-Legenden Thomas Muster und Dominic Thiem sowie Red-Bull-Ring-Botschafter Helmut Marko, kamen über das gesamte Rennwochenende zum Motorrad-Spektakel ins Murtal und damit weniger als beim bisherigen Negativrekord (117.560) im Vorjahr.

Rammerstorfer bleibt Moto3 erhalten

In der Moto3 kam Leo Rammerstorfer, Österreichs einziger Vertreter in der Motorrad-WM, beim Heimrennen nicht über den 20. Platz hinaus. Den Sieg holte sich Saison-Dominator Maximo Quiles, womit der 18-jährige Spanier seine deutliche WM-Führung untermauerte. Rammerstorfer, der heuer als 13. und 15. bisher zweimal in die Punkteränge gefahren war, wird auch in der kommenden Saison in der Moto3 am Start stehen. Der 22-jährige Oberösterreicher wird 2027 für das italienische Team Level Up - MTA auf einer KTM fahren.

Der Kampf um den Rennsieg fand zwischen KTM-Star Pedro Acosta und Jorge Martin (Aprilia) statt. Acosta zog an Martin vorbei und holte sich den Spielberg-GP.

Dritter wurde Marco Bezzecchi (Aprilia). Damit zieht Martin im WM-Ranking an Marquez vorbei und auch der Italiener rückt wieder näher heran.

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