Ab ins Play-off

4:2 n.E.! Austrias Europa-Abenteuer geht weiter

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Trotz schwacher Chancenauswertung rettete sich die Austria nach 1:2 gegen Beitar ins Elferschießen, wo sie dann 4:2 siegreich war.
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7.663 Zuschauer (der Verkauf war bis zum Schluss geschützt) sahen diesmal von Beginn an eine Viererkette, die im Hinspiel die Wende brachte. Stürmerstar Johannes Eggestein war wegen Adduktoren-Beschwerden aber gar nicht im Kader.

Ebenfalls wie im Hinspiel begann Beitar druckvoll und mit viel Ballbesitz, die Chancen fand in der ersten 20 Minuten aber nur Austria vor: Julian Hettwer wurde von Moritz Wels in die Tiefe geschickt, scheiterte aber am Keeper – dabei hätte er auch auf Manfred Fischer querlegen können (19.).

Danach erhöhte sich der Druck der Gäste aber immer mehr, folgerichtig erzielten die Israelis auch die Führung. Omer Atzili bekam auf rechts zu wenig Druck und zirkelte den Ball sehenswert ins lange Eck (33.). Alles wieder auf gleich.

Austria vergibt Topchance & wird bestraft

Sinnbildlich ein Konter der Veilchen in Minute 38: Wie so oft kommen sie über einen hohen Ball schnell nach vorne, Boateng behauptet diesen, Hettwer und er brauchen aber zu lange und der Abschluss wird ungefährlich (38.).

Und so waren es die Gäste, die erneut erfolgreich waren. Atzilis Abschluss parierte Samuel Sahin-Radlinger noch, den Abpraller übernahm Johnbosco Kalu volley und versenkte ihn (56.).

ABD0184_20260813 - WIEN - ÖSTERREICH: Kelvin Boateng (FK Austria Wien) jubelt nach seinem Tor zum 1:2 am Donnerstag, 13. August 2026, während des Conference-League-Qualifikationsspiels der 3. Runde (Rückspiel) zwischen FK Austria Wien und Beitar Jerusalem in Wien. - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH © APA/GEORG HOCHMUTH

Diesmal hatten die Wiener aber eine Antwort parat, nach einem erneuten hohen Ballgewinn ließ der Torhüter einen Hettwer-Schuss nach vorne klatschen und Boateng war zur Stelle (58.).

Wie die 70 Prozent Ballbesitz aber unterstrichen: Beitar hatte die Kontrolle. Und wenn die Gäste Druck machten, schepperte es auch schnell einmal an der Stange – wie in der 63. Minute bei Atzili.

Chaotische Partie geht in die Verlängerung

Noch mehr Glück hatten die Wiener beim Abseits-Tor von Beitar, es war eine Millimeter-Entscheidung (75.). In der zerfahrenen zweiten Hälfte hatten beide Teams Schwierigkeiten, wodurch der Gegner immer wieder in den Strafraum kam.

Die Austria muss sich aber wie schon vor einer Woche fragen, wieso man nicht höheres Pressing in den Matchplan beordert hat, hier war Beitar erneut anfällig.

In der Schlussphase übernahmen die Violetten dann die Kontrolle. Joker Hasan Deshishku wurde einmal von Fischer per Flanke knapp nicht gefunden (81.), kurz danach suchte der 18-Jährige zu spät den Abschluss (86.). Noch größer war aber die Chance vom Kapitän, der den Ball frei aus sieben Metern bekam, doch wegen einem Rasenziegel über seinen Fuß sprang (87.).

Doch auch der baumlange Brayan Carabali hatte per Kopf noch eine Topchance auf das Weiterkommen, Sahin-Radlinger war aber zu Stelle (90.+2). So ging es ins Nachsitzen. Und auch dort war der violette Torhüter sofort zur Stelle (93.).

Erlösung aus elf Metern

In der 104. Minute wäre er chancenlos gewesen, die Israelis verfehlten aus nächster Nähe das Tor. Die Gastgeber waren mittlerweile zu müde, um noch selbst gefährlich zu werden.

Wie 2024 (gegen Ilves Tampere) brauchte es ein Elfmeterschießen, diesmal blieb man aber siegreich. Erfolgreich waren Kapitän Fischer, Taesok Lee, Reinhold Ranftl und zum Schluss Saljic. Bei Beitar vergab Ansa via der Latte, Austrias Markovic aber auch via der Stange. Sahin-Radlinger hielt zudem gegen Muzie.