Die Bullen durften sich gleich über einen Traum-Einstand freuen – und wie! Der junge Bartosz Mazurek tankte sich links durch, seine flache Flanke zauberte Haris Tabakovic per linker Ferse ins Tor (5.). Es war sein zehntes Saisontor.
Kurz danach jubelten die Gäste gleich noch einmal, nach einem korrekten Abseitspfiff ging der Treffer von Leandro Morgalla aber zurück (8.).
Diakité egalisiert Bundesliga-Rekord
Die Grazer fanden aber eine schnelle Antwort. Zuerst knallte Oumar Diakité per Kopf an die Latte, Jürgen Heil hielt den Angriff am Leben und fand erneut den Ivorer, der diesmal einköpfte (15.). Erst der VAR entschied aber, dass der Ball hinter der Linie war.
Und weil Diakité so unglaublich in Form ist, legte er sofort nach. Jon Gorenc Stankovic fand den Stürmer sehenswert, dessen leichter, aber präziser Abschluss ging genau ins lange Eck (18.). Spiel gedreht!
Es war sein neuntes Bundesliga-Tor im siebten Spiel. Das gab es in der Liga-Historie erst einmal: Oliver Bierhoff 1990 für Austria Salzburg.
Youngster Mazurek glänzt
Weil beide Teams heute aber auf Tore eingestellt waren, fiel innerhalb der ersten halben Stunde erneut der Ausgleich. Ein perfekter Pass von Mazurek in den Lauf von Leandro Morgalla, der JP Hödl weg- und mit dem nächsten Kontakt den Ball einschob, ließ die Gäste jubeln (29.).
Wie hitzig die Partie war, zeigte auch Danny Röhl, denn der Salzburg-Coach sah nach nur 32 Minuten die Rote Karte. Seine Kritik am Schiedsrichter nach einem ausbleibenden Pfiff fiel zu extrem aus.
Beide gehen etwas vom Gaspedal
Bis zum Pausenpfiff verlief die erste Halbzeit dann ohne weiteren Torjubel. Im Maßstab dieses Krachers direkt langweilig. Tatsächlich spielten aber beide mit offenem Visier, sehr zur Freude der Fans und Zuseher.
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Im zweiten Abschnitt schlossen diese aber beide wieder ein wenig, es waren die Gastgeber die etwas mehr auf Sieg spielten. Dennoch waren es die Bullen, die erneut in Führung gingen.
Ein blitzsauberer Konter kam über Yorbe Vertessen zu Damir Redzic, der mit einer Finte seinen Gegenspieler ins Leere rutschen ließ und dann eiskalt einnetzte (67.). Die Bullen ließen ihre individuelle Qualität einmal mehr aufblitzen.
Beide Torhüter mit einem Patzer
Aber auch diesmal fanden die Grazer eine Antwort, aber nur mit kräftiger Mithilfe von Torhüter Christian Zawieschitzky. Der 19-Jährige kam halbherzig für einen weiten Ball, den Gorenc Stankovic dann spekulativ über den Torhüter in den Kasten köpfte (70.).
Doch auch sein Gegenüber sah nicht gut aus: Nach einem schönen Solo zog Kasper Lindström in den Strafraum, wo ihm Ammar Helac das kurze Eck aufmachte, was der Däne sofort ausnutzte (74.).
Sturm verliert Anschluss nach oben
Bis zum Schluss drängte das Team von Fabio Ingolitsch auf den nächsten Ausgleich, diesmal sollte er aber nicht mehr gelingen.
Damit rücken die Salzburger wieder drei Punkte an Leader Rapid heran, während die Grazer nun hinter Hartberg auf Platz fünf abrutschten. Sechs Punkte trennen sie vom unteren Playoff.