Millionenprojekt

430 Bohrungen: Meilenstein am Otto-Wagner-Areal

© Klaus Vyhnalek
Die Stadt Wien hat den nächsten Schritt in Richtung grüne Zukunft geschafft: Die Geothermiebohrungen am Otto-Wagner-Areal in Penzing sind in diesem Sommer erfolgreich beendet worden.
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Nach mehreren Monaten Arbeit wurden die Geothermiebohrungen am Otto-Wagner-Areal im Juli planmäßig abgeschlossen. Rund 430 Bohrungen wurden dafür gesetzt, um die Grundlage für eine klimafreundliche Wärme- und Kälteversorgung des traditionsreichen Areals zu schaffen. Die eingebrachten Sonden nutzen die konstanten Temperaturen im Untergrund und sollen künftig einen großen Teil des Energiebedarfs decken.

Nach dem Ende der Bauarbeiten wurden die Bohrstellen verschlossen und die betroffenen Flächen wiederhergestellt. Die endgültige Begrünung erfolgt nun im Herbst - Grund dafür sind die hohen Temperaturen und Trockenperioden des Sommers, die für eine nachhaltige Ansaat bislang ungeeignet waren. So soll sichergestellt werden, dass die neuen Grünflächen dauerhaft anwachsen.

Die Sanatoriumstraße vor dem Otto-Wagner-Spital im 14. Wiener Gemeindebezirk. © christian fuerthner

Die Geothermie-Anlage wird künftig gemeinsam mit Photovoltaik auf den Pavillondächern für einen hohen Anteil erneuerbarer Energie sorgen. Dadurch sollen fossile Energieträger ersetzt, Emissionen gesenkt und die Energieunabhängigkeit des Otto-Wagner-Areals deutlich gestärkt werden. Das historische Jugendstil-Ensemble wird seit 2023 umfassend modernisiert und soll sich langfristig als Standort für Bildung, Kultur, Wissenschaft und Forschung weiterentwickeln.