Der schönste Moment einer Winterreise? Wenn du am Urlaubsort aus dem Flughafen kommst und merkst, dass du deinen Pullover für die nächsten Tage ganz unten im Koffer verstauen kannst. Statt eisigem Wind gibt es warme Meeresluft, statt geschlossener Straßencafés ein Frühstück unter Palmen.
Während Österreich zwischen November und Februar die Heizung aufdreht, läuft südlich des Äquators die warme Jahreszeit auf Hochtouren. Besonders verlockend: Ziele, an denen du Strandtage mit gutem Essen, spannenden Städten oder kleinen Abenteuern verbinden kannst. Diese fünf gehören auf deine Liste.
1. Kapstadt: Beachlife & Weinberge
Morgens Kaffee mit Blick auf den Tafelberg, nachmittags an den Strand und abends ein Tisch in einem richtig guten Restaurant: Kapstadt macht es leicht, sich an den Sommer mitten im Winter zu gewöhnen. Von Dezember bis Februar ist hier Hochsommer. Rund 25 Grad und heiße Tage mit über 30 Grad machen die Stadt zum perfekten Ziel für alle, die viel draußen sein wollen. Dazu fällt vergleichsweise wenig Regen – allerdings kann der Sommerwind kräftig auffrischen.
Besonders schön lässt sich in Camps Bay und Clifton zwischen Strand und Sundowner wechseln. Für einen Tagesausflug locken die Weingüter rund um Stellenbosch und Franschhoek. Ein kleiner Realitätscheck gehört allerdings dazu: Der Atlantik bleibt auch im Sommer ziemlich frisch. Wer lange im warmen Wasser liegen möchte, wird bei unseren nächsten Zielen glücklicher.
2. Mauritius: Türkisblaues Wasser & endlose Traumstrände
Wenn deine Vorstellung vom perfekten Urlaub aus einem schattigen Platz unter Palmen und möglichst wenigen Terminen besteht, ist Mauritius ein heißer Kandidat. Von November bis April herrscht auf der Insel Sommer. An der Küste liegen die Tagestemperaturen dann meist zwischen 28 und 33 Grad, das Meer erreicht etwa 26 bis 30 Grad. Da fällt selbst der erste Schritt ins Wasser leicht.
Rund um Le Morne trifft türkisfarbenes Wasser auf eine spektakuläre Bergkulisse, im Norden lassen sich Strandtage mit Restaurants und kleinen Ausflügen verbinden. Dazwischen? Schnorcheln, eine Bootstour oder einfach noch eine Runde im Meer.
Gut für die Planung: Die heiße Jahreszeit ist zugleich feuchter. Besonders von Jänner bis März regnet es häufiger; auch tropische Wirbelstürme können auftreten.
Auch interessant
3. Rio de Janeiro: Sommer zwischen Copacabana & Zuckerhut
In Rio spielt sich das Leben zwischen Strandpromenade, Saftbar und Meer ab. An der Copacabana wird flaniert, in Ipanema treffen sich Sonnenanbeter und Sportfans, und über allem ragen die Berge der Stadt auf. Wer im Urlaub Energie tanken und gleichzeitig etwas erleben möchte, ist hier richtig.
Von Dezember bis Februar liegen die durchschnittlichen Tageshöchstwerte ungefähr zwischen 28 und 30 Grad. Einzelne Tage werden deutlich heißer, dazu kommt die hohe Luftfeuchtigkeit. Sommerliche Regengüsse gehören ebenfalls dazu.
Zwischen zwei Strandtagen geht es auf den Zuckerhut oder zur Christusstatue, abends zum Essen und weiter zur Musik. Rio ist die richtige Wahl, wenn du deinen Winterurlaub gern mit Großstadtleben kombinierst.
4. Perth: Sonne satt an Australiens Westküste
Australien im europäischen Winter? Eine ziemlich gute Idee. Besonders Perth ist ideal, wenn du dir heiße Tage und wenig Regen wünschst: Von Dezember bis Februar liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen bei rund 29 bis 32 Grad. Nachmittags bringt eine Meeresbrise häufig etwas Abkühlung.
Dein Tagesprogramm könnte so aussehen: gemütlich frühstücken, an den Cottesloe Beach fahren und später zusehen, wie die Sonne im Indischen Ozean verschwindet. Für Abwechslung sorgen ein Ausflug nach Fremantle oder eine Überfahrt nach Rottnest Island, wo kleine Buchten und die berühmten Quokkas warten.
Perth passt besonders gut zu allen, die Strandurlaub mit Ausflügen verbinden möchten. Wegen der langen Anreise lohnt es sich, ausreichend Zeit einzuplanen – und vielleicht gleich einen Roadtrip durch den Südwesten Australiens anzuhängen.
5. Sansibar: Barfuß durch den Jänner
Weißer Sand, Palmen und ein Meer, dessen Farbe fast unwirklich aussieht: Sansibar erfüllt ziemlich viele Vorstellungen von einer tropischen Winterflucht. Besonders Jänner und Februar sind für Sonnenfans interessant. Dann ist es heiß und häufig vergleichsweise trocken, die Temperaturen bewegen sich oft um die 30 Grad oder darüber. Einzelne Schauer bleiben möglich.
Im Norden rund um Nungwi und Kendwa findest du beliebte Strände für entspannte Badetage. An der Ostküste sorgen die ausgeprägten Gezeiten für ständig wechselnde Landschaften zwischen Sandbänken und türkisfarbenem Wasser.
Und wenn du einmal genug vom Liegestuhl hast, geht es durch die Gassen von Stone Town oder auf eine Gewürztour. Besonders reizvoll ist die Kombination mit einer Safari auf dem tansanischen Festland: erst Tiere beobachten, danach mit den Füßen im Sand frühstücken.