Raubzug

500.000-€-Juwel weg: Kunstdiebe schlugen im Wiener MAK zu

© APA/ZOE-SOPHIE ZIMMERMANN
Am helllichten Tag ist das Museum für angewandte Kunst (MAK) in der Wiener Innenstadt zum Schauplatz eines dreisten Raubüberfalls geworden. Zwei bewaffnete Männer erbeuteten ein Schmuckstück im Wert von einer halben Million Euro und befinden sich auf der Flucht.
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Zwei Kunstdiebe haben am Donnerstagnachmittag ein Ausstellungsstück aus dem Museum für angewandte Kunst (MAK) in der Wiener Innenstadt gestohlen. Die Polizei bestätigte der APA am Abend entsprechende Medienberichten zum Tatort. Demnach sollen die beiden Männer als Besucher in das Museum gekommen sein, in dem gerade die Ausstellung "Glanzstücke" teils mit Preziosen von Van Cleef & Arpels gezeigt wird.

"Sie schlugen dann eine Glasvitrine ein", teilte Sprecherin Anna Gutt der APA mit. Dabei dürften sie genau gewusst haben, welches Stück sie mitnehmen. Der genaue Wert des Schmuckstücks war noch unklar, er soll aber sehr hoch sein. Die Fahndung nach den flüchtigen Verdächtigen war am Abend noch im Gang.

"Sie verhielten sich wie normale Besucher"

Die beiden Männer dürften das Museum gegen 14.00 Uhr betreten haben. "Sie verhielten sich wie normale Besucher", sagte Gutt. In der Folge kam es zu der Tat. Laut Gutt beobachteten auch Zeugen die Täter dabei. Sie sprach am Abend davon, dass das Landeskriminalamt derzeit wegen räuberischen Diebstahls ermittle. Die Spurensicherung sowie die Auswertung der Videoaufnahmen war am Abend noch am Laufen.

Die Ausstellung "Glanzstücke" vereint "einzigartige, selten gezeigte Objekte aus der MAK Sammlung mit Juwelierskunst aus der 120-jährigen Geschichte des Traditionsunternehmens (Van Cleef & Arpels, Anm.) für Haute Joaillerie, das 1906 auf der Pariser Place Vendôme gegründet wurde", heißt es auf der Homepage des Museums. Gezeigt werden demnach rund 500 Exponate, mehr als 300 von Van Cleef & Arpels und über 200 aus der Sammlung des MAK.

In der gesamten Innenstadt waren bis in den Abend hinein zahlreiche Einsatzkräfte aufgrund der Fahndung nach den Verdächtigen unterwegs. Auch die Kulturgutfahndung des Bundeskriminalamts wurde bereits eingeschaltet. Sachdienliche Hinweise werden an das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 01-31310-38200 erbeten.