Forscher-Sensation

80 Jahre alte Zellen plötzlich wieder jung

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Wissenschaftler aus Bonn haben Zellen eines 80-Jährigen im Labor molekular verjüngt. Das könnte künftig helfen, Alterungsprozesse und Krankheiten wie Alzheimer besser zu erforschen.
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Das Team der Universität Bonn untersuchte Blutproben von 15 Menschen im Alter zwischen null und 101 Jahren. Mithilfe zweier Proteine programmierten die Forscher Vorläufer roter Blutkörperchen so um, dass daraus neurale Stammzellen entstanden. Bei diesen sank das gemessene epigenetische Alter deutlich – teilweise auf weniger als fünf Prozent des ursprünglichen Werts.

Hoffnung für die Alzheimer-Forschung

Die Verjüngung zeigte sich auch bei Zellen älterer Spender. Die Forscher beobachteten, dass typische Altersmerkmale über Wochen zurückgingen – sogar dann, wenn sich die Zellen kaum noch teilten.

Langfristig könnte das Verfahren helfen, altersbedingte Erkrankungen besser zu verstehen und Wirkstoffe zu testen. Eine Verjüngung des gesamten Menschen oder eine neue Behandlung gegen Alzheimer ist damit allerdings noch nicht möglich. Zudem ist unklar, wie stark die Umwandlung in einen anderen Zelltyp die gemessenen Alterswerte beeinflusst.