LASK-Sensationserfolg!
9 LASK-Erfolgsgründe! Ernst Hausleitner analysiert das Linzer Phänomen
Seit über 50 Jahren ist Ernst Hausleitner LASK-Fan. Der ORF-Reporter („Mr. Formel 1“) ist, soweit es die GP-Termine zulassen bei jedem Match der Linzer Sensationstruppe dabei. So litt er zuletzt beim 0:3 gegen Celtic in Glasgow ebenso mit, wie er am Dienstag in der "Magischen Nacht von Linz" jubelte. Gegen Real und Liverpool braucht es die nächsten Wunder. Hausleitner erklärt, weshalb für diese Truppe alles möglich ist.
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1. Trainer Kühbauer, der Menschenversteher
Als Erzrapidler einst (2022) mit Skepsis in Linz empfangen und trotz Rückkehr in den Europacup nach der Saison 2022/23 vor die Tür gesetzt, gehört Don Didi jetzt wie Pöstlingberg oder Dreifaltigkeitssäule zu den Wahrzeichen der OÖ-Landeshauptstadt. Didi, der Menschenversteher, hat Spieler besser gemacht und den Tabellen-Vorletzten zum Double geführt.
2. Samuel Adeniran, der neue Goleador
Als Rumpelfuß belächelt, mauserte sich der 27-Jährige in eineinhalb Jahren zum durchschlagkräftigsten Stürmer der Liga. Einer hat immer an den strenggläubigen Ami geglaubt: Didi Kühbauer. Adeniran ist das beste Beispiel für die rasante Entwicklung eines Spielers unter dem Erfolgstrainer.
3. Sascha Horvath: Arbeiter & Zauberer
Es gibt Arbeiter und Zauberer. Der Kapitän ist beides in Personalunion, das Hirn des LASK-Spiels, wertvollster Spieler der Bundesliga.
4. Lukas Jungwirth, das Tormannwunder
Nach Pervan, Schlager und Lawal der nächste bärenstarke Goalie. Er ist der einzige Oberösterreicher in der Stammelf, Integrationsfigur für die Fans und mit erst 22 Jahren der kommende Mann – auch im ÖFB-Team.
5. Kader-Geheimnis ist Kontinuität
Abgesehen von Sasa Kalajdzic und Keba Cisse hat die Double-Mannschaft das Celtic-Wunder geschafft. Die Truppe harmoniert, die Abläufe sitzen.
6. Siegmund Gruber, der streitbare Boss
Unkonventionell, streitbar, stur, geradlinig – wie immer man den LASK-Boss auch beschreiben will: Ohne den gelernten Steuerberater geht nichts beim LASK. Das neue Stadion, das Double, die Champions-League-Quali – all das ist sein Lebenswerk, für das der 52-Jährige tagtäglich die Ärmel aufkrempelt. Wer Gruber mit Tränen in den Augen bei der Meisterfeier gesehen hat, der weiß, dass unter der harten Schale ein weicher Kern steckt.
7. Mastermind Dino Buric zieht Fäden
Der Sportchef ist kompetent und gut vernetzt – er war das Mastermind hinter dem Kalajdzic-Coup im Vorjahr.
8. Die Landstrassler sind zwölfter Mann
Die organisierte Linzer Fan-Szene steht immer und ohne Vorbehalt hinter der Mannschaft. Auch als man in Glasgow 0:3 verloren hat, haben sie nie aufgehört, das Team zu unterstützen. Dafür gab‘s sogar vom Celtic-Anhang Beifall.
9. Immer-weiter-Mentalität: Alles geht
Sich auf den Double-Lorbeeren ausrasten, das passt nicht zum LASK. Nach einem erreichten Ziel wird sofort das nächste gesteckt. Jetzt lebt der Traum von der K.o.-Phase in der CL. Neben dem Etablieren in Europa stehen Meister-Titel in Serie ganz oben auf der To-do-Liste.