Rasche Hilfe

Ab 2028 zehn Standorte für Akutpflege in NÖ

© Büro LR Martin Antauer.
Schnelle Hilfe bei akuten Pflegeproblemen, ohne dass Patienten gleich ins Spital müssen. In Niederösterreich übernehmen diese Aufgabe bereits speziell ausgebildete Pflegekräfte. Jetzt soll das Angebot deutlich ausgebaut werden. Ab 2028 sind landesweit zehn Standorte für die sogenannte Acute Community Nursing (ACN) vorgesehen, die dann in den Regelbetrieb übergehen sollen.
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Derzeit läuft das Angebot an sechs Pilotstandorten in Baden/Leobersdorf, Bruck an der Leitha, Haag im Bezirk Amstetten, Stockerau im Bezirk Korneuburg, St. Pölten und Waidhofen an der Thaya. Von dort aus sind sieben mobile Einheiten im Einsatz. Noch im Herbst sollen die Ausschreibungen für insgesamt zehn Standorte beginnen. Bis Jahresende 2026 will das Land die Zuschläge erteilen. Anschließend folgt die Auswahl beziehungsweise Ausbildung des benötigten Personals, bevor 2028 der Regelbetrieb startet. "Wir sind absolut im Zeitplan", betont der für den Gesundheits- und Sozialfonds zuständige Landesrat Martin Antauer (FPÖ). Der Ausbau sei im niederösterreichischen Gesundheitsplan verankert, den mit Ausnahme der Grünen alle Parteien mitgetragen hätten.

Bereits knapp 49.000 Einsätze

Wie gefragt die mobilen Pflegekräfte sind, zeigen die bisherigen Einsatzzahlen. Seit dem Start des Pilotprojekts im Mai 2020 in Bruck an der Leitha wurden in Niederösterreich knapp 49.000 ACN-Interventionen durchgeführt. Insgesamt kamen dabei rund 63.000 Einsatzstunden zusammen. Allein heuer wurden die Teams bereits zu knapp 10.000 Patienten entsandt.

Das Besondere an den Acute Community Nurses ist ihre Doppelqualifikation. Sie verfügen über eine Ausbildung in der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege sowie als Notfallsanitäter. Damit können sie bei akuten pflegerischen Problemen rasch eingreifen und Patienten direkt zu Hause versorgen. "Die Acute Community Nurses (ACN) ersetzen keine Notärzte", stellt Christian Fohringer, Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich, klar. Vielmehr ergänzen sie die bestehende medizinische Versorgung und kommen dort zum Einsatz, wo pflegerische Fachkenntnisse gefragt sind.

Davon profitieren etwa Menschen mit Versorgungsdefiziten, Patienten mit Schmerzen in palliativen Situationen oder Personen in schwierigen sozialen Lebenslagen. Viele dieser Fälle können laut Pflegedienstleitung Ursula Pechhacker direkt vor Ort fachgerecht betreut werden.

Weniger Fahrten ins Krankenhaus

© Büro LR Martin Antauer.

Wie gefragt die mobilen Pflegekräfte sind, zeigen die bisherigen Einsatzzahlen. Seit dem Start des Pilotprojekts im Mai 2020 in Bruck an der Leitha wurden in Niederösterreich knapp 49.000 ACN-Interventionen durchgeführt. Insgesamt kamen dabei rund 63.000 Einsatzstunden zusammen. Allein heuer wurden die Teams bereits zu knapp 10.000 Patienten entsandt.

Das Besondere an den Acute Community Nurses ist ihre Doppelqualifikation. Sie verfügen über eine Ausbildung in der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege sowie als Notfallsanitäter. Damit können sie bei akuten pflegerischen Problemen rasch eingreifen und Patienten direkt zu Hause versorgen. "Die Acute Community Nurses (ACN) ersetzen keine Notärzte", stellt Christian Fohringer, Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich, klar. Vielmehr ergänzen sie die bestehende medizinische Versorgung und kommen dort zum Einsatz, wo pflegerische Fachkenntnisse gefragt sind.

Davon profitieren etwa Menschen mit Versorgungsdefiziten, Patienten mit Schmerzen in palliativen Situationen oder Personen in schwierigen sozialen Lebenslagen. Viele dieser Fälle können laut Pflegedienstleitung Ursula Pechhacker direkt vor Ort fachgerecht betreut werden.