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Ab diesem Alter können Kinder bewusst lügen

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Hat das Kind wirklich gelogen – oder einfach nur fantasiert?
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Laut Psychologen gibt es einen entscheidenden Entwicklungsschritt im Gehirn, der erst erfüllt sein muss, bevor Kinder überhaupt bewusst täuschen können.

Die wichtige Hirnfunktion

Dabei geht es um die sogenannte "Theory of Mind". Sie beschreibt die Fähigkeit, zu verstehen, dass andere Menschen eigene Gedanken, Überzeugungen und Sichtweisen haben können. Erst wenn Kinder diese Fähigkeit entwickeln, können sie gezielt beeinflussen, was andere glauben.

Kleine Kinder können oft noch nicht lügen

Was viele Eltern als Lüge wahrnehmen, ist laut Experten häufig etwas anderes. Kleine Kinder vermischen Realität und Fantasie oft noch miteinander oder sagen Dinge, die sie sich wünschen. Die kognitiven Voraussetzungen für bewusstes Täuschen fehlen ihnen meist noch.

Ab vier Jahren wird es möglich

Erste wichtige Fähigkeiten entwickeln die meisten Kinder im Alter von etwa vier Jahren. Dann verstehen sie, dass andere Menschen etwas anderes wissen oder glauben können als sie selbst. Das gilt als Grundlage für einfache bewusste Lügen.

Komplexe Täuschungen erst später

Noch weiter geht die sogenannte "Theory of Mind" zweiter Ordnung. Sie entwickelt sich meist erst im Alter von sechs bis sieben Jahren. Erst dann können Kinder nachvollziehen, was eine Person über die Gedanken einer anderen Person denkt – und dadurch auch deutlich raffinierter täuschen.

Für Eltern bedeutet das: Nicht jede vermeintliche Lüge ist tatsächlich eine bewusste Täuschung. Oft steckt dahinter einfach ein Entwicklungsschritt des kindlichen Gehirns.