In der Nacht von Samstag, den 24. auf Sonntag, den 25. Oktober 2026, endet bei uns offiziell die Sommerzeit. Um exakt 3:00 Uhr nachts werden die Zeiger um eine ganze Stunde auf 2:00 Uhr zurückgedreht. Die gute Nachricht für alle Langschläfer: Wir bekommen eine Stunde Schlaf geschenkt. Die Kehrseite der Medaille: Unser Organismus reagiert auf diese vermeintlich kleine zeitliche Verschiebung oft mit einem „Mini-Jetlag". So bringst du deinen Körper wieder in Takt:
Körper reagiert empfindlich
Die Zeitumstellung mag harmlos erscheinen, stellt unseren Biorhythmus jedoch vor eine spürbare Herausforderung. Unsere innere Uhr wird von einem hormonellen System gesteuert, das sich primär an den natürlichen Lichtverhältnissen orientiert. Ein abrupter Wechsel bringt diesen 24-Stunden-Takt sofort aus dem Takt.
Die körperlichen Reaktionen ähneln tatsächlich denen einer Flugreise in eine fremde Zeitzone: Viele Menschen klagen in den Tagen nach der Umstellung über Konzentrationsschwächen, Schlafstörungen, Gereiztheit und eine anhaltende Müdigkeit. Da es durch die neue Zeitrechnung am Morgen eine Stunde früher hell wird, wachen wir oft ungewohnt früh auf. Im Gegenzug bricht am Nachmittag schnell die Dunkelheit herein und uns fallen viel zu früh die Augen zu. Obwohl Experten betonen, dass die Winterzeit (die eigentliche "Normalzeit") unserer natürlichen biologischen Uhr am ehesten entspricht, benötigt der Körper oftmals zwischen vier und 14 Tagen, um diese Umstellung komplett zu verarbeiten.
So bereitest du dich auf die Winterzeit vor
Damit du am übernächsten Montag nicht gähnend und antriebslos im Büro sitzt, solltest du nicht bis zum Stichtag warten. Wer seinen Körper schon jetzt sanft vorbereitet, ist klar im Vorteil. Mit diesen simplen Tricks funktioniert's:
Die Schlafenszeit sanft verschieben
Überrasche deinen Körper nicht erst am besagten Sonntag mit der vollen Stunde. Fange stattdessen schon einige Tage davor an, deine Zubettgehzeit jeden Tag um etwa 10 bis 15 Minuten nach hinten zu verlegen. Stelle, falls es dein Alltag zulässt, auch den Wecker am Morgen täglich ein paar Minuten später ein. So überbrückst du die gewonnene Stunde ganz allmählich.
Licht tanken
Tageslicht ist der mächtigste Taktgeber für unser Gehirn. Es bremst die Produktion des Schlafhormons Melatonin und signalisiert dem Körper laut und deutlich: „Wach bleiben!“. Gehe in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung so oft wie möglich nach draußen an die frische Luft. Gerade, wenn am frühen Nachmittag die berüchtigte "Winterzeit-Müdigkeit" zuschlägt, wirkt ein flotter Spaziergang in der Natur wahre Wunder.
Mahlzeiten anpassen
Nicht nur das Licht, auch unsere Essenszeiten fungieren als Orientierungspunkt für die innere Uhr. Rücke deine gewohnten Mahlzeiten in der kommenden Woche ebenfalls schrittweise ein paar Minuten nach hinten. Das hilft dem Stoffwechsel und dem restlichen Organismus, den neuen Rhythmus schneller zu adaptieren.
Widerstehe dem Mittagsschlaf
Wenn sich die Beine am frühen Nachmittag plötzlich schwer anfühlen, ist die Verlockung groß, ein kleines Nickerchen einzulegen. Der dringende Rat von Schlafexperten lautet jedoch: Verzichte auf den Mittagsschlaf. Ein Schläfchen am Tag baut den dringend benötigten "Schlafdruck" ab. Die Quittung: Du liegst dann abends stundenlang wach im Bett.
Richtig abschalten am Abend
Um am Abend trotz verschobener innerer Uhr zur Ruhe zu kommen, solltest du schwere Mahlzeiten, Koffein und Alkohol vor dem Schlafengehen meiden. Reduziere auch die Nutzung von Smartphones und Laptops. Das künstliche Blaulicht der Bildschirme gaukelt dem Gehirn vor, es sei noch heller Tag und stoppt die müdemachende Melatonin-Ausschüttung. Schnappe dir stattdessen lieber ein gutes Buch und dimme das Licht.