Tor-Premiere
Affengruber: "Letzte drei Wochen waren aufregend"
Anfang September wechselte er in die Premier League zu Fulham, wo er gleich gegen Liverpool und Manchester United durchspielen durfte. Am Sonntag folgte das nächste Highlight: Der Verteidiger erzielte beim 3:1 in der Nations League gegen Kosovo in seinem ersten Fußball-Länderspiel von Beginn an sein erstes Tor und wurde zum "Man of the Match" gekürt. "Die letzten drei Wochen waren aufregend", resümierte Affengruber.
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Der Niederösterreicher sprach nach der Partie im Wiener Happel-Stadion von einem "besonderen Tag" und einem "guten Gefühl". Zudem wies Affengruber darauf hin, dass das ÖFB-Team trotz der vielen personellen Veränderungen eine starke Leistung abgeliefert habe. "Es sind viele neue Gesichter dabei, es haben viele ihr Startelf-Debüt gemacht, aber ich glaube, es hat funktioniert. Am Platz hat man gesehen, dass wir uns gegenseitig vertrauen, dass wir uns gegenseitig helfen. Und nur so kannst du Spiele gewinnen."
Rangnick: Elfer für Kosovo Fehlentscheidung
Als Wermutstropfen blieb das Gegentor aus einem von Affengruber verursachten Elfmeter. "Mir kommt vor, ich spiele zuerst im Ball, aber ich gehe schon ein bisschen unkontrolliert in den Zweikampf, muss ich auch sagen." Man müsse den Elfer nicht pfeifen, meinte der 25-jährige Innenverteidiger, betonte aber auch, zu diesem Zeitpunkt die TV-Bilder noch nicht gesehen zu haben.
Teamchef Ralf Rangnick hatte das Videostudium dieser Situation bereits hinter sich, als er sein Urteil abgab: "Der Elfmeter war keiner, sorry, aber wenn man sich die Szene nochmals anguckt, es war kein Foul." Affengruber habe schon gegen Liverpool und Manchester United "zwei Topspiele" gemacht. "Die Leistung hat er heute auch bestätigt", erklärte Rangnick nach der Partie gegen Kosovo.
Emotionen bei Debütant Markovic
Der Nationaltrainer verhalf nicht nur Affengruber zu dessen ersten ÖFB-Startelf-Einsatz, sondern ließ auch den 18-jährigen Vasilije Markovic debütieren und sorgte damit für große Emotionen beim Austria-Profi, der Xaver Schlager und Nicolas Seiwald als seine Vorbilder bezeichnete. "Ich kann es kaum in Gefühlen beschreiben. Es ist unglaublich, dabei zu sein in so jungen Jahren. Man kann nur davon träumen. Es hat gekribbelt", erklärte der Mittelfeldspieler.
Er sei von der Mannschaft großartig unterstützt worden, berichtete Markovic. "Alle haben mich gepusht." Diese Erfahrung bestätigte wohl die Entscheidung des Teenagers, beim ÖFB zu bleiben. Über einen möglichen Wechsel zum serbischen Verband, der aufgrund Markovics familiärer Wurzeln rein theoretisch noch möglich wäre, müsse man nicht mehr reden. "Es ist alles geklärt", sagte der U17-Vizeweltmeister, der im Nachwuchsbereich ausschließlich für ÖFB-Auswahlen gespielt hat.