Normal: 30 Hitzetage

Affenhitze wird in Wien zum Dauerbrenner

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35 Grad im Schatten, flirrende Luft über dem Asphalt und kaum Abkühlung in der Nacht - was den Wienern heuer wieder blüht, lässt sich mittlerweile auch in Zahlen belegen.
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Eine neue Studie des Momentum Instituts zeigt, wie stark sich das Klima in der Bundeshauptstadt verändert hat. Während es in den 1950er-Jahren durchschnittlich nur sechs Hitzetage pro Jahr mit mehr als 30 Grad gab, sind es mittlerweile rund 30. Damit erlebt Wien heuer mehr als fünfmal so viele Extrem-Hitzetage wie noch vor wenigen Jahrzehnten.

Jede Gelegenheit zur Abkühlung ist willkommen. © Getty Images

Besonders auffällig ist die Entwicklung in den vergangenen Jahren. Schon jetzt deutet alles darauf hin, dass das laufende Jahrzehnt neue Rekordwerte bringen wird. Allein 2025 wurden in der Wiener Innenstadt 37 Hitzetage gemessen. Für viele Menschen bedeutet das nicht nur schlaflose Nächte und überfüllte Freibäder, sondern auch eine zunehmende Belastung im Alltag. Wer in dicht verbauten Grätzeln lebt, spürt die Hitze oft bis tief in die Nacht.

Die Studie zeigt zudem, dass sich Österreich schneller erwärmt als der europäische und globale Durchschnitt. Die Auswirkungen treffen nicht alle gleich: Besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen geraten bei extremer Hitze zunehmend unter Druck. Experten warnen davor, dass die Zahl der Hitzetoten in den kommenden Jahrzehnten deutlich steigen könnte. Auch im Bundesländervergleich zählt Wien zu den Regionen mit der stärksten Erwärmung.