Der Vorfall ereignete sich am Dienstag auf einem Flug von Nairobi in Kenia nach Lagos in Nigeria. Laut Medienberichten verhielt sich ein Passagier gegenüber der Besatzung aggressiv und versuchte, ins Cockpit einzudringen. Als ihm das nicht gelang, soll er sich zur hinteren Flugzeugtür begeben und versucht haben, diese zu öffnen.
Andere Passagiere und Mitglieder der Crew griffen ein und überwältigten den Mann. Er wurde am Boden fixiert, seine Hände wurden laut Berichten hinter dem Rücken zusammengebunden. Videos des Vorfalls verbreiteten sich anschließend im Internet. Ein Sprecher der nigerianischen Zivilluftfahrtbehörde bestätigte den Zwischenfall laut "The Guardian" und "Premium Times Nigeria".
Plötzlich reagierte der Mann nicht mehr
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Rund 20 Minuten vor der geplanten Landung spitzte sich die Lage erneut zu: Der Passagier zeigte keine Reaktion mehr. Die Crew leistete Erste Hilfe, doch die Maßnahmen blieben erfolglos. Nach der Landung um 21.41 Uhr erklärten medizinische Einsatzkräfte den Mann für tot.
Die Fluggesellschaft Kenya Airways äußerte sich am Mittwoch auf X zu dem Vorfall. In ihrer Stellungnahme sprach sie von einem "medizinischen Notfall an Bord". Ein Passagier sei etwa 20 Minuten vor der Landung bewusstlos aufgefunden worden. Die Crew habe entsprechend ihrer Ausbildung Erste Hilfe geleistet und die vorgesehenen Notfallmaßnahmen befolgt.
Polizei ermittelt zur Todesursache
Laut einem Sprecher des Flughafenkommandos der nigerianischen Polizei waren die Einsatzkräfte noch während des Fluges alarmiert worden. Der Mann habe nicht mehr atmen können. Bei ihm soll es sich um einen "nicht zugelassenen Passagier" gehandelt haben.
Nach Angaben der nigerianischen Luftfahrtbehörde war der Mann zuvor in Madagaskar aufgegriffen worden. Der Zoll habe ihm die Einreise verweigert, weshalb Kenya Airways ihn nach Nigeria zurückbringen sollte.
Warum sich der Passagier an Bord so aggressiv verhielt und woran er starb, ist bislang unklar. Auch ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Festhalten durch die Crew und Mitreisende und seinem Tod ist nicht geklärt. Eine Obduktion soll nun die Todesumstände klären.