Krise abgewendet

AKW Paks ging wieder mit Maximalleistung ans Netz

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Dank des gestiegenen Donaupegels und Baumaßnahmen sind alle vier Reaktoren des ungarischen Kernkraftwerkes Paks ab heute wieder voll in Betrieb.
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Die acht Turbinen arbeiten bei Maximalkapazität von 2.000 Megawatt. Das gab der ungarische Premier Péter Magyar am Mittwochabend auf Facebook bekannt.

In dem Zusammenhang hatte der Betreiber des ungarischen Stromnetzes Mavir laut Aussendung die Einstufung als Krisensituation aufgehoben. Angesichts der verfügbaren Erzeugungskapazitäten und Reserven könne das Gleichgewicht des ungarischen Stromnetzes sowie die Versorgung im Normalbetrieb gewährleistet werden, heißt es.

Wegen des historisch niedrigen Donaupegels und der damit verbundenen Probleme der Kühlung der Reaktoren stand das AKW Anfang August knapp vor einem vollständigen Ausfall. Nur Block 2 arbeitete mit stark gedrosselter Leistung von 25 Prozent. Dabei hat der Ausgleich der ausgefallenen Stromerzeugung Ungarn zugleich zu erheblichen Importen gezwungen.

Schnellere Rückschaltung dank Sohlschwelle

Im Hintergrund des schrittweisen Wiederanfahrens der acht Turbinen stehen Notfallmaßnahmen, wie das Versenken von zwei 80 Meter langen Lastkähnen, und der begonnene, zügige Bau einer Sohlschwelle bei Einsatz von rund 150.000 Kubikmetern Gestein.

Ungarn betreibt seit 1982 in der südungarischen Stadt Paks das von der damaligen Sowjetunion gelieferte Kernkraftwerk, das rund 40 Prozent des ungarischen Strombedarfs deckt. Gleichzeitig ist der umstrittene Bau zweier neuer Reaktorblöcke (Paks II) mittels russischem Darlehen und unter Leitung des russischen Staatskonzerns Rosatom in Planung und Ausführung.