Alarm

Alaba: Beschwerden bereiten Sorgen vor ÖFB-Comeback

© APA/EXPA/ REINHARD EISENBAUER
Italiens Medien gehen mit Alaba hart ins Gericht. Doch hinter seiner frühen Auswechslung steckt mehr: Der ÖFB-Kapitän klagte über körperliche Beschwerden.
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Schlechte Noten, heftige Kritik – und jetzt auch noch körperliche Beschwerden. David Alabas Neustart bei Udinese gerät ins Stocken. Nach nur 45 Minuten war beim 0:3 gegen Lecce Schluss, Italiens Medien gingen mit dem ÖFB-Kapitän hart ins Gericht ("Alaba nicht wiederzuerkennen"). Doch Trainer Kosta Runjaic stellte sich vor den 34-Jährigen: Nicht dessen Leistung, sondern körperliche Probleme hätten zur Auswechslung geführt. Und das ausgerechnet wenige Wochen vor Alabas möglichem ÖFB-Comeback.

Trainer Runjaic spricht von körperlichen Beschwerden

Die italienischen Medien hatten Alaba zuvor schlechte Noten ausgestellt. Sky Sport Italia bewertete ihn mit 4,5, Tuttomercatoweb und Eurosport  vergaben jeweils eine 5.

Udinese-Trainer Kosta Runjaic nahm David Alaba trotz der heftigen Medienkritik in Schutz und begründete dessen frühe Auswechslung mit körperlichen Beschwerden. © IMAGO/Gribaudi/ImagePhoto

Trainer Kosta Runjaic nahm den ÖFB-Kapitän ausdrücklich in Schutz. Das 0:3 bezeichnete er als schlechteste Vorstellung seiner Mannschaft seit seinem Amtsantritt. Nur zwei Spieler nahm er von seiner Kritik an der ersten Halbzeit aus: Keinan Davis und David Alaba.

Auch für dessen frühe Auswechslung lieferte Runjaic eine Erklärung. Alaba habe während des Spiels Beschwerden verspürt. "Ich wollte kein Risiko eingehen", sagte der Udinese-Coach auf der Pressekonferenz.

Von einem sportlichen Denkzettel konnte also keine Rede sein. Im Gegenteil: Runjaic hob hervor, wie intensiv Alaba mit seinen Mitspielern kommuniziert hatte. Der 34-Jährige könne auf mehreren Positionen spielen, lese das Spiel ausgezeichnet und bringe enorme Erfahrung mit.

Die Niederlage nahm der Trainer auf seine Kappe. "Ich übernehme die volle Verantwortung für diese fünf Niederlagen in Folge", erklärte Runjaic. Den Auftritt gegen Lecce bezeichnete er als "inakzeptabel".

Rangnick schaut gegen Milan genau hin

Nach seinem Kurzeinsatz gegen Torino stand Alaba gegen Lecce erstmals in der Udinese-Startelf. Beim zweiten Gegentreffer (33.) sprang der ehemalige Real-Star unter dem Ball durch, zur Pause wurde er ersetzt.

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hatte eine Rückkehr seines Kapitäns für die Nations-League-Spiele im November in Aussicht gestellt, dafür aber regelmäßige Spielpraxis verlangt.

Am Sonntag (25. Oktober) will Rangnick Alaba beim Udinese-Heimspiel gegen Milan persönlich beobachten - falls der bis dahin wieder fit ist.