Ralf Rangnick könnte im November zwei wichtige Kräfte zurückbekommen. Nach dem 1:1 im Kosovo stellte der ÖFB-Teamchef Comebacks von David Alaba und Christoph Baumgartner in Aussicht. Beide sollen zuvor bei ihren Klubs Spielpraxis sammeln. Die Voraussetzungen sind allerdings unterschiedlich: Alaba ist gesund, muss aber seine Wettkampfform aufbauen. Baumgartner arbeitet nach seiner schweren Oberschenkelverletzung noch an der Rückkehr ins Mannschaftstraining.
Auch interessant
Alaba: Erst vor die Mikrofone, dann auf den Platz
"Bei David spricht erstmal nichts dagegen, er ist ja nicht verletzt", erklärte Rangnick. Mit Udinese hat der Kapitän inzwischen einen neuen Arbeitgeber. Damit ist die Vereinssuche beendet, der sportliche Neustart aber noch nicht abgeschlossen.
Nach Berichten aus Udine steht zunächst der körperliche Aufbau im Mittelpunkt. Der frühere Athletiktrainer des Vereins, Claudio Bordon, veranschlagte dafür Ende September im Messaggero Veneto zwei bis drei Wochen ohne Rückschläge. Er traut Alaba zu, anschließend nicht nur selbst zu helfen, sondern mit seiner Erfahrung auch die Mitspieler zu stärken.
Vor dem ersten Einsatz steht vorerst die offizielle Vorstellung: Udinese präsentiert den Österreicher am Dienstag, 6. Oktober, um 12 Uhr im Auditorium des Bluenergy Stadium.
Rangnick interessiert vor allem, was danach kommt. Am 25. Oktober will er beim Spiel gegen AC Milan persönlich sehen, wie Alaba bei seinem neuen Verein ankommt und spielt. "Ich hoffe für ihn, dass er vor allem gesund bleibt."
Baumgartner: Der nächste Schritt führt zur Mannschaft
Der Leipziger fehlte nach seiner schweren Oberschenkelverletzung kurz vor der WM auch im jüngsten ÖFB-Lehrgang. Sein Aufbau läuft noch individuell. Die Rückkehr ins Mannschaftstraining wäre der nächste Schritt auf dem Weg zu Pflichtspieleinsätzen.
Rangnick rechnet damit in ein bis zwei Wochen. "Er fühlt sich super, ist seiner Zeit voraus", berichtete der Teamchef über den Genesungsverlauf des 27-Jährigen.
In Leipzig würde Baumgartners Rückkehr in eine intensive Phase fallen. Der Klub hat nach der Länderspielpause sieben Partien bis Monatsende vor sich. Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal stehen im Kalender, darunter Duelle mit Bayern und Real Madrid.
Der volle Kalender könnte helfen
Für einen Spieler im Aufbau ist dieses Programm anspruchsvoll. Zugleich bietet es mehrere Möglichkeiten, wieder Einsatzminuten zu sammeln. Wie schnell Baumgartner davon profitieren kann, hängt zunächst davon ab, wie er die Belastung im Mannschaftstraining verträgt.
Rangnick macht seine November-Pläne deshalb an der Spielpraxis fest: "Wenn er vorher noch ein paar Spiele bei Leipzig macht, dann gehe ich schon davon aus, dass er ein Kandidat ist, bei den zwei Spielen bei uns dabei zu sein."
Comeback zur Aufstiegsfeier
Alaba und Baumgartner könnten damit rechtzeitig zum Aufstiegsfinale zurückkehren: Österreich empfängt am 14. November Irland in Linz, am 17. November folgt das Duell mit Israel in Debrecen . Die Tür zur Liga A steht weit offen: Die Aufstiegschance liegt laut der veröffentlichten Prognose von Football Meets Data bei 91,1 Prozent.