Steiermark. Im Raum Knittelfeld standen zahlreiche Polizeistreifen, Diensthunde, die Schnelle Interventionsgruppe (SIG) sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Gegen 19.15 Uhr alarmierte ein Hausbesitzer in St. Margarethen bei Knittelfeld die Polizei über Notruf, nachdem er auf seinem Mobiltelefon über die Videoüberwachung zwei verdächtige Personen auf seiner Terrasse bemerkt hatte. Mehrere Polizeistreifen trafen wenige Minuten später ein. Die Durchsuchung des Wohnhauses mit Polizeidiensthunden verlief ohne Befund, Einbruchsspuren wurden keine festgestellt. Die zwei dunkel gekleideten Personen dürften durch die Alarmanlage gestört worden und geflüchtet sein. Daraufhin leitete die Polizei umgehend eine Alarmfahndung ein.
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Verdächtiger Vorfall im nahegelegenen Landschach
Nur wenige Minuten später wurde während des laufenden Einsatzes ein weiterer Einbruch im rund fünf Kilometer entfernten Landschach bei Knittelfeld gemeldet. Ein Mann hatte beim Wohnhaus seiner Schwester nachgesehen und einen Einbruch vermutet. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Täter im Gebäude aufhielten, sicherten mehrere Polizeistreifen das Gebäude von außen ab. Einsatzkräfte der SIG und eine Diensthundestreife durchsuchten das Wohnhaus, trafen jedoch niemanden an. Die Fahndung im Nahbereich mit einem Polizeihubschrauber blieb vorerst ohne Erfolg.
Täter erbeuten vermutlich Bargeld
Spurensicherungen und Ermittlungen ergaben, dass zumindest zwei unbekannte Täter in das Einfamilienhaus gelangten und sämtliche Räume durchsuchten. Offenbar wurden sie bei ihrem Vorhaben gestört, flüchteten über ein Fenster im Obergeschoss auf ein Zwischendach und weiter über das Garagen- beziehungsweise Gartenhüttendach. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass vermutlich ein geringer Bargeldbetrag erbeutet wurde. Ob zwischen den beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, wird ermittelt.
Polizei warnt vor professionellen Einbrecherbanden
Die Polizei warnt, dass zwar trotz bedeutender Schläge gegen die organisierte Kriminalität in den vergangen Monaten, Einbrecherbanden – primär aus dem südamerikanischen Raum – immer professioneller agieren. Um diese Serie nachhaltig zu stoppen, rücken nun Präventionsmaßnahmen und die aktive Mithilfe der Bevölkerung in den Fokus der Ermittler.
Vorgehensweise der kriminellen Gruppen
Laut den Beamten ist die Kenntnis über die Strategie der Kriminellen "entscheidend, um das eigene Wohnumfeld zu schützen":
- Zeitpunkt: Die Einbrüche finden fast ausschließlich während der Tagesstunden statt.
- Fahrzeuge: Es werden häufig neuwertige Mietwagen mit italienischen oder deutschen Kennzeichen genutzt.
- Personen: Die Gruppen bestehen meist aus zwei bis vier Personen; vereinzelt sind auch Frauen beteiligt.
- Tarnung: Zur Auskundschaftung von Objekten tarnen sich die Täter teilweise als Jogger, Sportler oder Spaziergänger.
Appell an die Bevölkerung
Die Polizei appelliert an die Bevölkerung: "Da die kriminellen Gruppierungen schnell nachrücken, ist eine erhöhte Wachsamkeit unerlässlich. Jeder Hinweis kann das entscheidende Puzzleteil für weitere Festnahmen sein."
Polizei mahnt zu Wachsamkeit
Verdächtige Wahrnehmungen zu Personen oder Fahrzeugen sollen sofort über den Polizeinotruf 133 gemeldet werden. Hilfreich sind Angaben zu Kennzeichen, Fahrzeugmarke, Farbe sowie dem Erscheinungsbild der Personen. Die Polizei rät dringend ab, verdächtige Personen selbst zu verfolgen oder zur Rede zu stellen. Wohnhäuser und Wohnungen sollten auch bei kurzer Abwesenheit konsequent versperrt werden.
Gemeinsame Aufmerksamkeit
Außerdem erklärt die Polizei, dass die gegenseitige Unterstützung in der Nachbarschaft ein effektiver Schutz sei.
Haus- oder Wohnungsbesitzer können sich jederzeit an die örtliche Polizeiinspektion wenden und einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren.