Kaum Futter & Wasser
Almbauern treiben ihre Kühe schon jetzt ins Tal
OÖ. Die anhaltende Trockenheit und die außergewöhnliche Hitze verschärfen die Situation auf Oberösterreichs Almen. Erste Landwirte haben ihr Vieh bereits vorzeitig ins Tal gebracht, obwohl die Weidesaison normalerweise bis September dauert. Grund sind fehlendes Futter und eine zunehmend schwierige Wasserversorgung.
Auch auf den Almen kaum Regen
Wochenlang blieb ergiebiger Regen aus, gleichzeitig wurden Rekordtemperaturen gemessen. Dadurch wächst auf vielen Almen kaum noch Gras nach. Besonders betroffen sind laut dem oberösterreichischen Almverein die Südhänge, wo die Pflanzen ihr Wachstum bereits eingestellt haben oder vollständig ausgetrocknet sind.
Lage sei äußerst angespannt
Auch die Wasserversorgung bereitet immer größere Probleme. Viele Quellen führen nur noch wenig Wasser und auf zahlreichen Almen gibt es keine Möglichkeit, zusätzlich Wasser zu den Weideflächen zu bringen. Almvereinsobmann Johann Feßl beschreibt die Lage als äußerst angespannt und spricht von einer Belastungsgrenze für viele Betriebe.
Er rechnet damit, dass in den kommenden Tagen weitere Landwirte ihre Tiere früher als geplant von den Almen abtreiben müssen. Auch Feßl selbst will sein Vieh spätestens Anfang der kommenden Woche ins Tal holen, wenn sich die Wetterlage nicht verbessert.