Schlechte Vorzeichen

Alte Bauernregel: "Regnets an St. Sebaldus..."

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Der August spielt bei den alten Bauernregeln eine wichtige Rolle. Auch in den kommenden Tagen lohnt sich ein Blick auf die Wetterprognosen.
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Am Mittwoch steht der Gedenktag des heiligen Sebaldus von Nürnberg an. Er zählt zu den drei Stadtpatronen Nürnbergs. Neben dem Gedenken an den Heiligen verbindet die traditionelle bäuerliche Überlieferung diesen Tag vor allem mit einer Warnung vor schlechtem Wetter und dessen Konsequenzen.

Heuer trifft dieses Datum auf eine unbeständige Witterung mit Schauern, Gewittern und stellenweise kräftigem Niederschlag in Österreich. Das gibt der alten Regel direkte Aktualität.

Die Überlieferung rund um Sebaldus

Die konkrete Regel aus dem Volksmund besagt: "Regnet’s an Sankt Sebald, nahet teuere Zeit sehr bald." Dahinter steckt der Glaube, dass Niederschläge um den 19. August Probleme für Landwirtschaft und Ernte bedeuten. Wenn zu viel Nässe auftritt, führt das oft zu Schäden an den Feldern, erschwert die Erntearbeiten und vermindert die Qualität von Getreide sowie Früchten. Aus diesen historischen Erfahrungen formte sich die Verknüpfung zwischen dem Regen an diesem Tag und einer drohenden Verteuerung.

Auswirkungen auf Feld und Ernte

Die Annahme einer Verbindung zwischen der aktuellen Witterung und den Erträgen ist prinzipiell denkbar. Allerdings erweist sich die konkrete Treffsicherheit der Regel als überschaubar. Entscheidend für den Erfolg auf den Feldern ist nicht ein einzelner Regentag, sondern das Wetter über mehrere Wochen hinweg. Dauerhafter Regen lässt Böden vernässen, begünstigt Pflanzenkrankheiten und bremst die Ernte aus. Tritt der Niederschlag jedoch nach langer Trockenheit auf, nützt er den Pflanzen und wird dringend benötigt.