Salzburg
Auftakt der Bartoli- Festspiele mit "Il Viaggio a Reims"
Bei den Pfingstfestspielen feierte Cecilia Bartoli mit "Il Viaggio a Reims" auch gleich ihren 60. Geburtstag. Jetzt liefert die Koloratur-Mezzosoparani damit die nächste wichtige Festspiel-Premiere. Ab Mittwoch (5. August) gibt sie Gioachino Rossinis musikalischer Komödie als Corinna neuen Zunder. Barrie Kosky, der ja als einer der heißesten Anwärter auf eine Nachnachfolge des geschassten Festspielchef Markus Hinterhäuser gilt, legt die Festoper als Slapstickabenteuer an. Als pausenlos rotierende Hotelkomödie mit Hang zum kontrollierten Wahnsinn. Gianluca Capuano dirigiert dazu wieder die Musiciens du Prince - Monaco
"Il Viaggio a Reims": Festoper wird zum Slapstickabenteuer
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Bei maximaler Bewegung bleibt bei der Festoper "Die Reise nach Reims" kaum eine Gelegenheit ungenutzt, einen zusätzlichen Gag unterzubringen. Das passt durchaus zur Konstruktion des Stücks, das weniger Handlung erzählt als Eitelkeiten, nationale Klischees und Gesangsnummern aneinanderreiht. Cecilia Bartoli machte aus Corinna schon bei den Pfingstfestspielen beinahe eine Selbstinszenierung. Denn gefeiert wurde in Koskys Version nicht die Krönung eines Königs, sondern das Jubiläum einer "Königin Ceci“.
Das steht auch am Samstag (8. August) auf dem Programm, wenn Bartoli im Rahmen eines Gala Dinners in der Alten Residenz von Wegbegleitern wie Rolando Villazón oder Plácido Domingo gefeiert wird. Am Sonntag (9. August) folgt dann der TV-Hit. ORF III zeigt ab 20.15 Uhr im Rahmen von "Erlebnis Bühne mit Barbara Rett" das Festspiel-Highlight "Il Viaggio a Reims" in voller Länge.