Buch-Aufreger

Influencerin wirft Nöstlinger Rassismus vor

Ältere Frau mit grauen Haaren sitzt an einem Tisch und lächelt, neutraler Hintergrund.
© APA/GEORG HOCHMUTH
Gina Waibel will das Buch aus dem Schulunterricht verbannen.
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Große Aufregung um die deutsche Influencerin Gina Waibel. Die ehemalige Lehrerin wirft der 2018 gestorbenen österreichischen Schriftstellerin Christine Nöstlinger Rassismus vor.

Konkret geht es dabei um den 1972 erschienenen Kinderroman "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig", der auch heute noch in Schulen gelesen wird. Laut Waibel befinden sich darin 15 rassistische Stellen, "unter anderem auch das N-Wort", so die Influencerin, die das Buch aus dem Unterricht verbannen will.

Kritik an Influencerin

Ihre Follower können die Kritik der Bildungsinfluencerin, die sich auf Social Media für Antirassismus   einsetzt, aber nicht verstehen. "Ich würde mir wünschen, dass sie sich mit Christine Nöstlinger auseinandersetzen, bevor sie so ein Posting machen", kommentiert etwa Florian Klenk. "Christine Nöstlinger ist eine antifaschistische und antirassistische Wiener Autorin."

"Christine Nöstlinger war eine großartige, liberale Schriftstellerin, die ALLES ANDERE als eine Rassistin war", schreibt ein anderer Follower. "Das erwähnte Buch ist ein Plädoyer gegen Diktaturen. Man hat damals ein anderes Vokabular benutzt. Das kann man unseren Kindern auch erklären. Die sind ja nicht dumm." Zahlreiche User werfen der Influencerin Zensur vor.

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