Ab 1. Oktober

Aus für E-Mopeds: Gehen Mistplätze jetzt über?

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Ab Oktober treten strengere Regeln für E-Mopeds in Kraft, viele Lieferfahrer werden deshalb auf Fahrräder oder E-Bikes umsteigen.
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Wiens Zusteller sind täglich bis zu 100 Kilometer im Stadtgebiet unterwegs. Die neue Regelung, welche ab 1. Oktober in Kraft tritt, trifft viele von ihnen hart, denn: Besitzer von E-Mopeds müssen ihre Fahrzeuge künftig anmelden und versichern, da sie gesetzlich Mopeds mit Verbrennungsmotor gleichgestellt werden. Soll heißen: Sie müssen auf der Straße anstatt am Fahrradweg fahren und brauchen ein sogenanntes "Pickerl". Außerdem gilt neben der Versicherungspflicht auch Führerschein- und Helmpflicht.

Ab Herbst werden also jene E-Mopeds, die bislang im Arbeitsalltag zum Einsatz kamen, zunehmend aus dem Stadtbild verschwinden. Bitter: Selbstständige Fahrer müssen den Umstieg auf andere Fahrzeuge oft aus eigener Tasche bezahlen. Aber nicht nur Zusteller geraten unter Druck. Auch Händler sitzen auf gut gefüllten Lagern mit E-Mopeds und befürchten hohe Verluste - ein Verkauf ins Ausland ist alles andere als ein sicheres Geschäft. Gelingt dieser Schritt nicht, drohen teure Entsorgungskosten. Lieferdienste reagieren bereits und stellen ihre Flotten auf Fahrräder und E-Bikes um. Die ausrangierten Fahrzeuge können bei der MA 48 abgegeben werden, Privatpersonen tun dies auf den Wiener Mistplätzen.

Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehört: E-Mopeds am Fahrradweg. © APA/HELENA ECKEL

Hinter den neuen Vorschriften steht das Ziel, die Sicherheit auf Wiens Radwegen zu erhöhen. Kritiker der bisherigen Praxis verweisen darauf, dass zahlreiche E-Mopeds schneller als die erlaubten 25 km/h unterwegs gewesen sein sollen. "All dies erhöht die Sicherheit auf Wiens Radwegen, denn E-Mopeds waren in vielen Fällen viel zu schnell unterwegs und sind auch aufgrund ihres Gewichts eine echte Gefahr für Radfahrende und Fußgänger*innen. Wir haben uns als Stadt Wien lange dafür stark gemacht, dass diese schweren motorisierten Gefährte von den Radwegen verschwinden, denn Radfahrende sollen auf den Radwegen sicher unterwegs sein", betont Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).