Von Kind attackiert

Austria-Trainer blutet nach Becherwurf

© APA/GEORG HOCHMUTH
Beim Westderby zwischen Wacker Innsbruck und Austria Salzburg ist es nach dem Abpfiff zu einem erschreckenden Vorfall gekommen.
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Ein Kind soll Austria-Trainer Christian Schaider mit einem Becher im Gesicht getroffen und verletzt haben. Auch vermummte Fans sorgten für Ausschreitungen.

Austria Salzburg siegt in Innsbruck

Vor der Rekordkulisse von 16.125 Zuschauern im Innsbrucker Tivoli-Stadion setzte sich Austria Salzburg am Freitag mit 1:0 gegen Wacker Innsbruck durch. Rund 1.100 Salzburger Fans waren beim Duell der beiden österreichischen Traditionsklubs dabei.

Christian Gebauer erzielte in der 52. Minute per Kopf nach einem Freistoß das entscheidende Tor. Doch nach dem sportlichen Erfolg rückten die Vorfälle rund um das Derby in den Mittelpunkt.

Kind soll Trainer im Gesicht getroffen haben

Nach dem Schlusspfiff wurde Salzburgs Trainer Christian Schaider (49) von einem Becher getroffen. Dabei erlitt er zwei sichtbare Schnittverletzungen an der Nase, eine davon blutete. Wie Schaider im ORF berichtete, dürfte der Werfer noch keine zehn Jahre alt gewesen sein.

Der Trainer schilderte, dass er sich gerade zu einem Fan umgedreht hatte, um abzuklatschen. In diesem Moment habe das Kind aus der zweiten Reihe den Becher geworfen und sei danach sofort verschwunden.

Schaider kritisierte den Vorfall deutlich. Dass Kinder im Stadion Becher auf andere Menschen werfen, sei äußerst bedenklich. Am Fußballplatz müsse Fair Play gelten – und das erwarte er sich auch von den Fans.

Ausschreitungen durch Wacker-Anhänger

Nicht nur der Becherwurf sorgte für Aufregung. Wie ORF Tirol berichtete, durchbrachen rund 150 größtenteils vermummte Wacker-Anhänger einen Begrenzungszaun bei einer Sportanlage östlich des Stadions.

Laut Polizei wollten die Fans offenbar die Anhänger der Austria angreifen. Bei den Ausschreitungen sollen Randalierer auch Feuerwerksraketen gezielt auf Polizisten und Salzburger Fans abgefeuert haben.