Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (NEOS) begründet diesen Schritt: "Wir haben uns für eine Verlängerung des Projekts entschieden, weil es bisher sehr gut läuft." Künftig soll das Angebot um drei Plätze aufgestockt und auch für Mädchen geöffnet werden.
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Träger des von der Stadt Wien (MA 11) initiierten Projekts ist der Verein "Rettet das Kind". Dessen Geschäftsführer Christian Reiner erklärt die Herausforderungen der Zielgruppe gegenüber Kurier: "Viele der Jungs sind in ihrem Verhalten entgrenzt und haben Beziehungsabbrüche erleben müssen." Um dem entgegenzuwirken, bauen Sozialarbeiter durch regelmäßige Freizeitaktivitäten und intensiven Kontakt über Monate hinweg ein Vertrauensverhältnis zu den Jugendlichen auf. Dies ist besonders wichtig, da die Zusammenarbeit mit den Eltern oft schwierig ist und ein Großteil der Kinder bereits in betreuten WGs lebt.
13-Jähriger nicht mehr straffällig
Die Maßnahmen greifen scheinbar: Bei den meisten betreuten Kindern sind positive Verhaltensänderungen, wie etwa ein regelmäßiger Schulbesuch, festzustellen. Ein prominentes Beispiel ist ein 13-jähriger Intensivtäter, der nach einem Aufenthalt in einer "Auszeit-WG" nun von der Orientierungshilfe betreut wird. Er wurde seither nicht mehr straffällig und holt sich bei Konflikten nun Hilfe bei seinem Sozialarbeiter, anstatt zuzuschlagen. Da viele der betreuten Kinder bald 14 Jahre alt und damit strafmündig werden, ist eine solche Entwicklung essenziell. Christian Reiner zeigt sich diesbezüglich optimistisch, da gewalttätiges Verhalten erlernt sei: "Wir können es also auch wieder verlernen."