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Auto-Alarm in Ungarn: Sprit wird knapp

Die ungarische Regierung unterstützt Besitzer von Dieselfahrzeugen angesichts gestiegener Kraftstoffpreise mit gezielten Subventionen.
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Ministerpräsident Peter Magyar erklärte am Freitag auf Facebook, es gebe in Europa eine beispiellose Dieselknappheit. Eine Preisobergrenze werde jedoch nicht eingeführt, da dies zu Versorgungsengpässen führen könnte.

Bis Dezember sollen die Besitzer von einer Million Diesel-Autos mit maximal 150 PS eine Ausgleichszahlung von jeweils 20.000 Forint (etwa 55 Euro) erhalten, kündigte Magyar an. Zudem sei für Landwirte eine Rückerstattung der Verbrauchsteuer geplant.

Die Lage an den weltweiten Dieselmärkten hat sich in den vergangenen Wochen deutlich angespannt. Branchenvertreter warnen davor, dass das Angebot wegen begrenzter Raffineriekapazitäten, des russischen Exportverbots und der nahenden Heizsaison bis in den Winter hinein knapp bleiben dürfte. Russland, nach den USA normalerweise der weltweit zweitgrößte Exporteur von Diesel, hat sein Ausfuhrverbot bis zum 30. September verlängert.

Zudem werden die Lieferungen aus dem Nahen Osten wegen des Krieges im Iran und des eingeschränkten Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz gedrosselt. Weiter unter Druck gerät Ungarn durch die Situation beim heimischen Ölkonzern MOL: Dessen wichtigste Raffinerie an der Donau arbeitet nur mit reduzierter Kapazität, seit ein Brand im Oktober 2025 eine der Rohölanlagen beschädigt hat.