Bahnhofs-Battle
Bahnhofs-Hit: St. Pölten rockt!
Applaus. 13.300 Fahrgäste geben ihr Urteil ab, 16 Kriterien werden abgeklopft – und St. Pölten liefert eine Show nach der anderen: Erreichbarkeit zu Fuß, mit Rad und Öffi top, dazu Barrierefreiheit, Ticketautomaten und Fahrgastinformation auf Spitzenniveau. "Der Hauptbahnhof St. Pölten liegt sehr zentral, das Umfeld ist verkehrsberuhigt", bringt es VCÖ-Experte Michael Schwendinger auf den Punkt.
Support-Acts. Doch nicht nur die Hauptbühne rockt: Bei den kleinen Bahnhöfen abseits der Landeshauptstädte feiert die Mariazellerbahn ein regelrechtes Comeback. Mariazell holt sich Platz eins, Hofstetten-Grünau schafft es auf das Stockerl. Kirchberg an der Pielach und Neumarkt an der Ybbs-Karlsbach mischen ebenfalls in den Top 20 mit.
Niederösterreichs Bahnhofspräsenz
Auch bei den größeren Bahnhöfen außerhalb der Landeshauptstädte zeigt Niederösterreich Bühnenpräsenz: Baden landet auf Platz fünf, überzeugt mit Sauberkeit, Fahrgastinfo und top Erreichbarkeit. Flughafen Wien, Tullnerfeld und Tulln an der Donau folgen dicht dahinter. Der Hauptbahnhof Wiener Neustadt räumt zudem als Publikumsliebling ab.
Backstage-Probleme. Ganz ohne Misstöne geht die Show trotzdem nicht über die Bühne. 42 Prozent der Fahrgäste zerreißen sich das Maul über die WC-Anlagen, 27 Prozent stören sich an Wartebereich und Wetterschutz, 24 Prozent an der Sauberkeit. Und: 41 Prozent fordern bessere Erreichbarkeit außerhalb der Stoßzeiten, 40 Prozent wünschen sich mehr Rufbusse und Sammeltaxis.
Die Zahlen zeigen aber auch: Viele kommen ohne Auto zur Show. 33 Prozent gehen zu Fuß zum Bahnhof, 25 Prozent nutzen andere Öffis, sieben Prozent das Rad. Nur 21 Prozent steigen ins eigene Auto.
Fazit: St. Pölten Hauptbahnhof ist der unangefochtene Headliner unter Österreichs Bahnhöfen – die Mariazellerbahn liefert dazu den perfekten Support-Act. Doch bei WCs, Wartebereichen und der Erreichbarkeit abseits der Stoßzeiten braucht es noch ein paar Zugaben.