Verärgerung
Bahntest bringt Politik in Zugzwang
"Nirgendwo war die Verschlechterung der Qualität für die Bahnkundinnen und -kunden spürbarer als in NÖ", zeigt sich Krumböck alarmiert.
Die Zahlen geben ihm recht: 58 Prozent der niederösterreichischen Fahrgäste erlebten mehr Zugausfälle, Störungen und Schienenersatzverkehre, 40 Prozent mehr Verspätungen, 47 Prozent ein schlechteres Preis-Leistungsverhältnis. Niederösterreich führt damit die traurige Bundesländer-Rangliste an – bestätigt auch vom VCÖ-Ergebnis, wonach die heimischen Fahrgäste mit Pünktlichkeit und Zugausfällen am unzufriedensten sind.
Baustelle. Krumböck legt nach: "Noch in keinem einzigen Monat des laufenden Jahres hat die ÖBB ihre Pünktlichkeitsziele in Niederösterreich und der Ost-Region erreicht." Die Großbaustellen auf der Wiener Stammstrecke setzen den Pendlerinnen und Pendlern zusätzlich zu.
Lichtblick. Immerhin: Das Zugpersonal punktet weiterhin mit Freundlichkeit, 95 Prozent der Fahrgäste loben den Umgang. Doch das reicht Krumböck nicht: "Wir erwarten uns höhere Qualität, die Lust aufs Umsteigen auf die Bahn macht."
Fazit: Schöne Bahnhöfe wie St. Pölten allein genügen nicht – die Politik fordert jetzt Taten statt Worte.