Verärgerung

Bahntest bringt Politik in Zugzwang

Zorn
© Unsplasj
Niederösterreichs Bahnfahrer sind hin- und hergerissen: Beim VCÖ-Bahnhofstest räumt St. Pölten als bester Hauptbahnhof Österreichs ab, doch beim großen VCÖ-Bahntest zeigt sich ein anderes Bild. Landesweit sind die Fahrgäste aus Niederösterreich mit Pünktlichkeit und Zugausfällen am unzufriedensten im Bundesländer-Vergleich. Der VCÖ-Bahntest  liefert VPNÖ-Verkehrssprecher Florian Krumböck Zündstoff für seine Forderung nach einer Qualitätsoffensive.
OE24 auf Google bevorzugen

"Nirgendwo war die Verschlechterung der Qualität für die Bahnkundinnen und -kunden spürbarer als in NÖ", zeigt sich Krumböck alarmiert.

Die Zahlen geben ihm recht: 58 Prozent der niederösterreichischen Fahrgäste erlebten mehr Zugausfälle, Störungen und Schienenersatzverkehre, 40 Prozent mehr Verspätungen, 47 Prozent ein schlechteres Preis-Leistungsverhältnis. Niederösterreich führt damit die traurige Bundesländer-Rangliste an – bestätigt auch vom VCÖ-Ergebnis, wonach die heimischen Fahrgäste mit Pünktlichkeit und Zugausfällen am unzufriedensten sind.

Baustelle. Krumböck legt nach: "Noch in keinem einzigen Monat des laufenden Jahres hat die ÖBB ihre Pünktlichkeitsziele in Niederösterreich und der Ost-Region erreicht." Die Großbaustellen auf der Wiener Stammstrecke setzen den Pendlerinnen und Pendlern zusätzlich zu.

Lichtblick. Immerhin: Das Zugpersonal punktet weiterhin mit Freundlichkeit, 95 Prozent der Fahrgäste loben den Umgang. Doch das reicht Krumböck nicht: "Wir erwarten uns höhere Qualität, die Lust aufs Umsteigen auf die Bahn macht."

Fazit: Schöne Bahnhöfe wie St. Pölten allein genügen nicht – die Politik fordert jetzt Taten statt Worte.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden