Australien

Bankomat-Fehler machte Mann über Nacht zum Millionär

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Ein Australier nutzte eine Sicherheitslücke im Bankensystem und lebte mehrere Monate im Luxus, bevor ihn seine eigene Geschichte schließlich vor Gericht brachte. Nun soll der Fall sogar verfilmt werden.
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2011 wollte der damals 29-jährige Dan Saunders in Wangaratta (Australien) Geld von seiner Kreditkarte auf sein Konto überweisen, um in einer Bar zu bezahlen. Dabei kam es zu einer Fehlermeldung – doch das Geld wurde trotzdem gutgeschrieben.

Als er den Vorgang erneut ausprobierte, passierte dasselbe. Saunders erkannte schnell, dass das System bei nächtlichen Aktualisierungen Buchungen nicht korrekt verarbeitete und zeitweise Geld "verfügbar" machte, das eigentlich nicht vorhanden war.

Vier Monate Leben im Luxus

Über rund vier Monate nutzte er diese Lücke immer wieder aus. Nachts überwies er sich hohe Beträge und hob das Geld an Bankomaten ab. Insgesamt kamen so rund 1,6 Millionen australische Dollar zusammen – etwa eine Millionen Euro.

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Er gab das Geld für Privatjets, Luxusreisen, Hotels, Restaurants und Casinos aus. Auch Freunde und Bekannte wurden eingeladen. Später beschrieb er diese Zeit als Rausch, vergleichbar mit Szenen aus dem Film "Hangover".

Ende aus Angst vor Konsequenzen

Nicht die Bank stoppte ihn, sondern seine eigene Angst vor einer Entdeckung. Nach etwa vier Monaten beendete Saunders den Geldfluss freiwillig. Drei Jahre lang blieb der Fall zunächst ohne Konsequenzen. Erst nach einem TV-Interview im Jahr 2014 wurde er festgenommen.

Verurteilung und Leben danach

Vor Gericht bekannte sich Saunders schuldig und wurde wegen Betrugs und Diebstahls zu zwölf Monaten Haft verurteilt. Rückblickend sprach er von massiven psychischen Folgen und davon, sich selbst verloren zu haben.

Heute arbeitet er als Barkeeper und gibt an, noch rund 220.000 Euro Schulden aus dieser Zeit zu haben.