Große Vorhersage

Bauernregel sagt Wetter für ein Jahr voraus

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Österreich stöhnt unter extremer Hitze und knackt wohl den Hitzerekord. Nach dem Siebenschläfer soll eine andere Bauernregel nun eine spannende Wetterprognose für das ganze Jahr liefern.
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Am Sonntag wird es in ganz Österreich extrem heiß. Laut "GeoSphere Austria" klettern die Temperaturen am Nachmittag von West nach Ost auf 32 bis 41 Grad. Das Portal "Tauernwetter" schätzt, dass die Werte im östlichen Flachland sogar ein bis zwei Grad über den eigentlich erwarteten Höchstwerten liegen könnten.

Hitze und alte Wetterregeln

Während viele Menschen am Wochenende wegen der Rekordhitze schwitzen, lag der Fokus am Samstag auch auf dem Siebenschläfertag. Bei der Bauernregel heißt es dazu: "Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt". Tatsächlich etabliert sich um diese Zeit in Mitteleuropa häufig eine stabile Großwetterlage, die mehrere Wochen anhalten kann. Garantiert ist das freilich nicht.

Bauernregel für das ganze Jahr

Doch kaum ist der Siebenschläfertag vorüber, folgt schon der nächste Tag mit einer eigenen Wetterweisheit, die eine noch längere Vorhersage liefern soll. Am Montag feiert die katholische Kirche das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus, kurz Peter und Paul. Die Bauernregel dazu nimmt den gesamten Jahresverlauf in den Blick: "Peter und Paul hell und klar bringt ein gutes Jahr." Was ein gutes Jahr genau bedeutet, lässt die Weisheit allerdings offen. Das Versprechen bleibt vage – meint es die Ernte, das Wetter insgesamt oder gar das allgemeine Wohlergehen? Diese Unschärfe macht die Regel zwar sehr eingängig, ist aber meteorologisch kaum zu belegen.

Regen bringt eine faule Ernte

Ebenfalls überliefert ist eine zweite Regel zu diesem Tag: "Regnet‘s an Peter und Paul, wird des Winzers Ernte faul." Diese Weisheit ist konkret auf den Weinbau gemünzt und damit für viele im Alltag weniger relevant als eine allgemeine Jahresprognose. Sie spiegelt die historische Bedeutung wider, die der Weinbau in früheren Jahrhunderten für bestimmte Regionen hatte. Wer keinen Weinberg besitzt, wird den Regen an Peter und Paul allenfalls mit Blick auf den Gartenrasen oder den Sommerurlaub bewerten. Dennoch sind solche Bauernregeln mehr als bloße Folklore. Sie dokumentieren jahrhundertelange Beobachtungen der bäuerlichen Bevölkerung und spiegeln reale klimatische Muster wider.

Wetter am Montag: Schwül, heiß und gewittrig

Am Montag ist es im Westen zwar teilweise nicht mehr heiß, aber dafür schwül. Die Höchsttemperaturen erreichen dort angenehmere 25 Grad. Das Thermometer steigt aber nach Osten hin auf 35 Grad im Raum Linz und Klagenfurt bis zu 40 Grad im Weinviertel. Im Westen können laut "GeoSphere Austria" schon in der Früh und am Vormittag erste Gewitter niedergehen. Ab Mittag entstehen hier generell mächtige Haufenwolken, nachfolgend ist mit einigen teils heftigen Gewittern zu rechnen. In der Osthälfte des Landes überwiegt oft ganztägig der Sonnenschein, nur über den Bergen können sich hier am Nachmittag und Abend lokale Gewitter entwickeln. Der Wind weht schwach bis mäßig, in Gewittern zum Teil lebhaft bis stürmisch, aus Südost bis West.