Das steckt dahinter

Bauernregel warnt: "Bringt im Winter tiefen Schnee …"

© APA / Parigger
Eine alte Bauernregel behauptet, dass viel Nebel im September einen schneereichen Winter ankündigt. Doch was steckt wirklich hinter dieser Vorhersage?
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"Viel Nebel im September über Tal und Höh’, bringt im Winter tiefen Schnee." Diese alte Bauernregel verbindet ein typisches Herbstphänomen mit einer weitreichenden Wettervorhersage. Demnach soll dichter Nebel in den Tälern und auf den Höhen ein Hinweis darauf sein, dass im Winter besonders viel Schnee fällt. Doch wie viel steckt tatsächlich hinter diesem behaupteten Zusammenhang?

So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Österreich erwartet in den kommenden Tagen ein abwechslungsreiches und sommerliches Wetter, das gebietsweise mit Frühnebel startet, sich tagsüber aber oft sonnig zeigt und Höchstwerte zwischen 23 und 30 Grad erreicht. Während der Samstag durch ein durchziehendes Wolkenband zeitweise Regenschauer und Gewitter bringt, verläuft der Sonntag nach Nebelauflösung überwiegend sonnig und sehr warm. Zum Start in die neue Woche bleibt es von Oberösterreich bis ins Burgenland sonnig, während sich von Vorarlberg bis Kärnten vermehrt Wolken halten, die im Tagesverlauf zu Schauern und Gewittern führen.

Entstehung von Nebel

Nebel entsteht meist, wenn feuchte Luft in Bodennähe abkühlt und den sogenannten Taupunkt erreicht. Besonders häufig passiert das in klaren, windschwachen Nächten, wenn sich in Tälern und Senken kalte Luft sammelt und darüber wärmere Luft liegt. Diese Inversionswetterlage begünstigt Nebelfelder, deren Wahrscheinlichkeit im September durch den sinkenden Sonnenstand ohnehin zunimmt.

Keine ausreichende Grundlage

Dass Nebel im Tal und auf der Höhe gleichzeitig auftritt, deutet auf eine besonders feuchte oder stabile Wetterlage hin. Daraus folgt jedoch nicht, dass Monate später automatisch tiefer Schnee fällt. Für die Schneemenge im Winter sind Faktoren wie die Temperatur, die Feuchtigkeit der Luft, die Zugbahn von Tiefdruckgebieten und die Großwetterlage entscheidend. Ein nebliger Septembertag liefert dafür keine ausreichende Grundlage.

Bedeutung für Prognosen

Die Bauernregel stammt aus einer Zeit, in der Naturbeobachtungen wichtige Hinweise lieferten. Nebel zeigte an, dass die Nächte kühler wurden. Die Verbindung zum Schnee kann auch dadurch entstanden sein, dass neblige und kalte Phasen in bestimmten Jahren tatsächlich von einem frühen Wintereinbruch gefolgt wurden. Solche Einzelerfahrungen wurden über Generationen weitergegeben, sind aber nicht automatisch eine allgemeingültige Wetterregel.