Mehr als 100 Parkplätze könnten wegfallen, nun wollen die Kaufleute den Druck erhöhen. Ihre Petition gegen die derzeitige Radwegplanung in der Lainzer Straße ist online. Gefordert werden eine Offenlegung der Pläne und die Prüfung einer alternativen Route, bei der weniger Stellplätze verloren gehen. Für Ralph Gänsdorfer, Vorstandsmitglied des Einkaufsstraßenvereins Alt-Hietzing, ist die Situation bereits jetzt spürbar. "Seit den ersten Baumaßnahmen in der Lainzer Straße, bei der aktuell bereits alle Parkplätze gesperrt sind, verzeichnen wir massive Umsatzeinbußen", schreibt Gänsdorfer in einem Rundmail. Lange sei das für seinen Betrieb nicht durchzuhalten, schon gar nicht, wenn die Parksituation dauerhaft so bleibe.
Betriebe melden sinkende Umsätze
Auch bei anderen Unternehmern im Grätzl seien die Folgen bereits zu spüren. Gänsdorfer nennt Kruzik Luxury Concept und 1130 Wein in der Altgasse, wo die Umsätze ebenfalls zurückgegangen seien. Besonders stark treffe es Betriebe direkt in der Lainzer Straße wie Ina Schulz Mode, Teresa Shoes und Tierarzt Paolo D’Orazio.
Gänsdorfer stellt zugleich klar, dass sich die Initiative nicht gegen eine sichere Radverbindung zwischen Lainz und Alt-Hietzing richtet. "Wir wünschen uns eine Offenlegung der Pläne und eine alternative Route, die weniger Stellplätze kostet", schreibt das Vorstandsmitglied des Einkaufsstraßenvereins.
Schon zuvor hatte der Einkaufsstraßenverein in einem offenen Brief an Planungsstadträtin Ulli Sima eine nachvollziehbare Stellplatzbilanz und die Prüfung anderer Varianten gefordert. Als Möglichkeiten wurden eine Führung über die Wenzgasse zur Fahrradstraße Auhofstraße oder eine Verlegung des Radwegs auf die gegenüberliegende Seite der Lainzer Straße genannt.
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Petition soll Druck erhöhen
Nach den Plänen soll der rund 600 Meter lange Zwei-Richtungs-Radweg zwischen Gloriettegasse und Altgasse auf der stadteinwärts gelegenen Straßenseite entstehen. Laut den Initiatoren könnten allein in diesem Abschnitt mehr als 100 Parkplätze wegfallen.
Die Kaufleute fürchten dadurch langfristig um die Erreichbarkeit des historisch gewachsenen Einkaufsgebiets. Für Unternehmen, die bereits während der langen Bauphase erhebliche Umsatzeinbußen verzeichnen, werden zudem finanzielle Hilfen nach dem Vorbild der Unterstützung beim U-Bahn-Ausbau gefordert.
Mit der nun freigeschalteten Online-Petition sollen möglichst viele Unterstützer erreicht werden. Unterschreiben können Wiener ab 16 Jahren mit Hauptwohnsitz in der Stadt über ID Austria oder auf ausgedruckten Unterschriftenlisten.