Mindestens ein Toter

Bei CSD Berlin: Auto rast in Menschenmenge

© APA/AFP/RALF HIRSCHBERGER
Der Christopher Street Day in Berlin wurde abgebrochen. Die Situation soll laut dem Veranstalter „schwierig“ sein. Laut der „Bild“ soll ein Auto in eine Menschenmenge gerast sein. Dabei wurde mindestens eine Person getötet und 14 verletzt.
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Am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist offenbar ein Auto in eine Menschenmenge gefahren und hat mehrere Menschen verletzt. Wie die „Bild“ berichtet, hat die Polizei ein Todesopfer bestätigt. Laut dem Polizeisprecher Florian Nath wurden 14 weitere Menschen verletzt und werden derzeit behandelt. Mehrere Personen seien laut der Polizei "lebensgefährlich verletzt".

„Mutmaßlich ist hier ein Fahrzeug in den Tiergarten eingefahren, hat mehrere Personen angefahren und dabei verletzt“, erklärte die Berliner Polizei Samstagabend. „Die Verletzten werden aktuell von Rettungskräften behandelt.“ Die Polizei sei mit „starken Polizeikräften im Einsatz“ und fahnde nach möglichen Tatverdächtigen, so ein Sprecher.

Der Sprecher betonte, der Vorfall habe sich nicht auf der Straße des 17. Juni ereignet, die durch den Tiergarten führt, sondern in der Parkanlage. Die Veranstalter brachen den CSD ab: „Bitte geht nach Hause“, schrieben sie auf Instagram. Ein AFP-Journalist vor Ort berichtete, die Gegend werde geräumt. Die Berliner Polizei rief dazu auf, den Bereich zu meiden und weiträumig zu umfahren.

Am Samstag hatten Hunderttausende Menschen unter dem Motto „Haltung ist hot“ am Christopher Street Day in Berlin teilgenommen. Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar „Stonewall Inn“ in New York stürmte. Es folgten tagelange Zusammenstöße mit Aktivisten, die als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gelten.