Geständnis
Bergdoktor-Star schummelte sich vier Jahre jünger
In der ZDF-Erfolgsserie "Der Bergdoktor" flickt sie als resolute Chirurgin Dr. Johanna Angelika Rüdiger die Patienten zusammen – im echten Leben hat Annika Ernst nun ein virtuelles falsches Bild geradegebogen. Die Schauspielerin ist nämlich einem breiten Publikum bekannt, doch über ihr tatsächliches Alter tappte die Fangemeinde jahrelang völlig im Dunkeln. Jetzt ließ Ernst die Bombe platzen und gestand gut gelaunt: "Ich bin 47 - und nicht 43".
Die Wurzeln dieses skurrilen Alters-Schmähs liegen mittlerweile stolze 17 Jahre zurück. Bei einer Castingshow im Jahr 2009 war Ernst schlichtweg ein bisserl älter als der Großteil ihrer damaligen Konkurrentinnen. Kurzerhand griffen die Verantwortlichen in die Trickkiste der Fernsehunterhaltung. "Wir machen dich einfach drei Jahre jünger", hieß es damals laut der Mimin vonseiten der Produktion. Was ursprünglich als pragmatischer PR-Schachzug gedacht war, mutierte im Laufe der Karriere zu einer handfesten Falschinformation im Netz. "Irgendwie bekam das eine Eigendynamik, und ich verpasste den Moment, es zu korrigieren", erklärt Ernst heute ganz offen den verpatzten Absprung vom ewigen Jungbrunnen.
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Dass sie mit der Wahrheit im Gepäck heute glücklicher ist denn je, bewies die Künstlerin bereits am 13. Mai auf Instagram. In einem emotionalen Posting stellte sie klar: "Mit 47 Jahren fühl ich mich besser denn je ... weil ich all die Dinge, die mir nichts geben, aus meinem Leben geschmissen habe." Garniert mit den selbstbewussten Hashtags "#47rocks" und "#dowhatyouwant" setzte sie ein lautstarkes Zeichen fürs Älterwerden. Sogar der heilige Wikipedia-Eintrag wurde nach einem offiziellen Wink ihrer Agentur bereits im digitalen Sündenregister korrigiert: Statt dem Geburtsjahr 1982 steht dort nun schwarz auf weiß das echte Jahr 1979.
Hinter dem mutigen Outing steckt aber weit mehr als nur mathematische Genauigkeit. Ernst will damit ganz bewusst gegen das ungeschriebene Gesetz des ewigen Jungseins in der Filmwelt aufbegehren. "Der Jugendwahn in meiner Branche ist leider sehr ausgeprägt, und ich möchte da nicht mehr mitmachen. Denn jedes Alter hat seine Berechtigung und seine Schönheit", findet sie klare Worte für die Missstände.
Seit 2021 gehört sie zum festen Ensemble am Wilden Kaiser und geht seither auch privat weitaus entspannter mit ihrem Körper und der eigenen Gesundheit um. Wo früher noch strenge Diäten und fast schon zwanghafte Jogging-Runden den Alltag der Wahl-Chirurgin bestimmten, regiert heute die Freude am Krafttraining. Auch beim Blick auf den Teller wird nicht mehr bitterlich verzichtet, sondern die Balance gehalten: Zu 70 bis 80 Prozent ernährt sie sich bewusst und gesund, lässt sich den wohlverdienten Genuss im Leben aber ganz sicher nicht mehr verbieten.