Für 350 Millionen Euro
Berlusconis "Bunga-Bunga"-Villa an Katar-Scheich verkauft
Silvio Berlusconis Villa ist verkauft! Die Erben müssen sich mit "nur" 350 Millionen Euro statt den ursprünglich verlangten halben Milliarden Euro begnügen. Das Anwesen war die inoffizielle Sommerresidenz des ehemaligen Regierungschefs. Zusätzlich fanden dort die legendären "Bunga-Bunga"-Partys statt.
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Dabei feierte Berlusconi in der Villa mit einem Harem sehr junger Frauen. Am Ende landete er wegen Korruption, Amtsmissbrauch und Förderung der Prostitution Minderjähriger vor Gericht. Berlusconi wurde im letzten Punkt freigesprochen. Seine Mitstreiterin Nicole Minetti wurde wegen Beschaffung von Frauen für derartige Partys verurteilt.
Berühmte Personen waren dort
Die Villa bietet einiges. Auf 120 Hektar Land befinden sich unter anderem sieben Schwimmbäder, ein künstlicher Vulkan, Gewächshäuser mit seltenen Orchideen und ein großes Amphitheater. Die Wohnfläche beträgt 4.500 Quadratmeter mit 126 Zimmern.
In seiner Amtszeit empfing Berlusconi an seinem Anwesen Staatshäupter aus der gesamten Welt, wie etwa den damaligen US-Präsidenten George W. Bush (heute 79), den ehemaligen britischen Premier Tony Blair (73) und auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin (73).
Neuer Besitzer
Nun ist Hamad bin Dschassim bin Dschabr Al Thani der neue Besitzer der Villa. Er kauft die Immobilie über eine Luxemburger Investmentgesellschaft. Der Katar-Scheich ist Teil der Al-Thani-Dynastie, die Katar seit über 150 Jahren regiert, und kein Unbekannter auf Sardinien. Hamad besitzt dort schon Luxus-Immobilien und das Krankenhaus Mater Olbia.
Mithilfe des Verkaufs soll zusätzlich Berlusconis Erbe geregelt werden. Der 2023 gestorbene Medienmogul vererbte seiner ehemaligen Partnerin Marta Fascina und seinem Bruder Paolo je 100 Millionen Euro.