In Yellowstone

Bison nimmt Touristen auf die Hörner und wirft ihn durch die Luft

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Ein Urlaub im Yellowstone-Nationalpark endete für einen 65-Jährigen im Spital. Ein Bisonbulle attackierte den Mann heftig, nachdem er mit seinem Enkel noch Fotos von dem Tier gemacht hatte.
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Der dramatische Vorfall passierte vor wenigen Tagen am Bridge Bay Campground im US-Bundesstaat Wyoming. Der Fotograf Mike MacLeod beobachtete die Szene und hielt das Geschehen auf Video fest. Er schilderte, dass der Bisonbulle wie ein "Bulldozer" mit 70 km/h in den Angriffsmodus geschaltet habe. Das mächtige Tier verfolgte den 65-jährigen Urlauber, holte ihn ein und schleuderte ihn schließlich meterhoch in die Luft. MacLeod eilte sofort zur Unfallstelle, um Erste Hilfe zu leisten. Im Interview mit "NBC News" erklärte der Fotograf: "Er hatte große Schmerzen, war aber immer bei Bewusstsein."

Schwere Verletzungen nach Angriff

Die Verantwortlichen des Nationalparks bestätigten den Vorfall gegenüber Medien. Der verletzte Tourist wurde umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert. Laut dem Fotografen, der weiterhin mit der Familie des Opfers in Kontakt steht, erlitt der Mann mehrfache Brüche am Bein. Er wurde bereits operiert und muss noch im Spital verbleiben, um sich von den schweren Verletzungen zu erholen. Vor dem Angriff hatte der Mann zusammen mit seinem Enkelsohn noch Bilder von dem Tier gemacht.

Jugendliche entkamen dem Tier

US-Medienberichten zufolge hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks viele Touristen auf dem Campingplatz auf. Der Bisonbulle hatte es zunächst auf eine Gruppe von Jugendlichen abgesehen. Diese konnten sich jedoch rechtzeitig zerstreuen und entkamen so der Attacke. Danach rannte das Tier weiter herum, pausierte kurz und wälzte sich am Boden, bevor die Situation weiter eskalierte. Genau in diesem Moment startete die Videoaufnahme des Fotografen.

Bereits zweiter Vorfall im Sommer

Für den berühmten Nationalpark ist dies bereits der zweite schwere Zwischenfall mit einem Bison innerhalb weniger Wochen. Erst im Juni verletzte ein Bison ein zwölfjähriges Kind, das ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden musste. Der "National Park Service" rät Besuchern eindringlich, stets einen Mindestabstand von mehr als 20 Metern zu den Bisons einzuhalten. Sollte es dennoch zu einer Attacke kommen, wird zur Flucht geraten. Die Tiere befinden sich aktuell in der Brunftzeit und reagieren deshalb besonders aggressiv.