Der britische Stylist und Unternehmer John Frieda ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Die Nachricht über sein Ableben wurde am Dienstagabend über den offiziellen Instagram-Kanal seines Salons veröffentlicht, wobei keine Angaben zur genauen Todesursache gemacht wurden.
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Abschied von einer Branchenikone
In der Mitteilung hieß es: "Mit schwerem Herzen teilen wir die Nachricht mit, dass unser lieber John friedlich im Kreise seiner Familie verstorben ist." Der Salon würdigte ihn als "mehr als nur ein Mentor" sowie als "eine wahre Ikone der Friseurbranche". Auch seine Stieftochter Asia Agnelli Lagrange fand bewegende Worte: "Heute haben wir den besten Mann verloren, den es je gab."
Vom Assistenten zum Starfriseur
Geboren am 9. Juli 1951 als Alan Howard Frieda in Kenton, stammte er aus einer Familie mit handwerklicher Tradition: Der Vater betrieb einen Salon, der Großvater war Barbier. Im Londoner House of Leonard begann er als Assistent von Lewis Leonard und legte sich dort seinen späteren Vornamen zu, da bereits ein Mitarbeiter namens Alan im Betrieb arbeitete. 1976 gelang ihm mit dem "Purdey"-Topfschnitt für Joanna Lumley in der Fernsehserie "The New Avengers" der internationale Durchbruch, woraufhin er im selben Jahr seinen ersten eigenen Salon eröffnete.
Prominente Kundschaft im Salon
Auf seinem Stuhl nahmen im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche weltberühmte Persönlichkeiten Platz:
- Prinzessin Diana
- Popstar Madonna
- Hollywood-Schauspielerin Nicole Kidman
- Musiklegende Mick Jagger sowie Model-Ikone Twiggy
Erfolg mit weltweiter Pflegeserie
Gemeinsam mit der US-Managerin Gail Federici baute er zudem ein weltweites Haarpflege-Imperium auf. Auf den Grundsatz aufbauend, dass unterschiedliche Haartypen individuelle Pflege erfordern, brachte er 1988 die Produktlinie Frizz-Ease gegen krauses Haar auf den Markt, gefolgt von Sheer Blonde im Jahr 1998. Im Jahr 2002 veräußerte er die Marke an den japanischen Konzern Kao, führte seine Friseursalons jedoch eigenständig weiter.