300 Stunden Arbeit

Bub (13) baut Rollstuhl für kleines Mädchen

Kein Urlaub, keine Videospiele: Zac Waters aus Utah widmete seinen gesamten Sommer einem ganz besonderen Projekt. Der 13-Jährige baute einen maßgeschneiderten Rollstuhl für ein 21 Monate altes Mädchen mit Behinderung – mit viel Herz und technischem Geschick.
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Während andere Jugendliche ihre Ferien genießen, verbrachte Zac rund 300 Stunden an seinem 3D-Drucker. Er entwarf die einzelnen Bauteile, druckte sie aus, testete sie und setzte am Ende alles zu einem funktionierenden Rollstuhl zusammen.

Seine Kenntnisse im 3D-Druck hatte sich der Teenager vor allem über YouTube-Videos angeeignet. Als er auf die gemeinnützige Organisation MakeGood aufmerksam wurde, die mithilfe von 3D-Druck Hilfsmittel für Menschen mit Behinderungen herstellt, wollte er selbst aktiv werden.

Vom Mädchen selbst ausgesucht

Zac überließ dabei nichts dem Zufall. Der Rollstuhl wurde speziell auf die Bedürfnisse des kleinen Mädchens abgestimmt.

Er ist rosa – ihre Lieblingsfarbe – und verfügt unter anderem über einen herausnehmbaren Becherhalter und ein Tablett. Auch medizinische Anforderungen berücksichtigte der 13-Jährige: Die Rückenlehne wurde an einer Stelle für schwerere medizinische Geräte verstärkt.

Die Gurte bestehen aus weichem, flexiblem Material. Fuß- und Kopfstütze lassen sich verstellen, sodass der Rollstuhl mit dem Kind mitwachsen kann.

"Es passt einfach alles zusammen"

Was Zac antreibt, erklärt er selbst ganz einfach: "Es verbindet meine zwei liebsten Dinge im Leben: 3D-Druck und Menschen in Not zu helfen. Es passt einfach alles zusammen!"

Auch für seine Zukunft hat der Teenager bereits Pläne. Er möchte später in einem technischen Beruf arbeiten und seine Kenntnisse im 3D-Druck weiter ausbauen, um noch mehr Menschen helfen zu können. Als Vorbild nennt er das MakeGood-Team, dessen Arbeit ihn zu seinem Projekt inspiriert hat.

Oma ist besonders stolz

Auch seine Großmutter Charlotte Waters ist beeindruckt von dem, was ihr Enkel geleistet hat. Für sie zeigt das Projekt vor allem, dass das Alter keine Grenze sein muss, wenn jemand etwas bewegen möchte.

Sie hofft, dass Zac sich immer daran erinnert, dass es im Leben vor allem darum geht, das Leben eines anderen Menschen besser zu machen. Aus einem Hobby wurde damit ein außergewöhnliches Ferienprojekt – und für ein kleines Mädchen ein ganz persönlicher Rollstuhl.