1. Quartal

Budget-Loch: Staatsschulden stiegen um 13,3 Mrd. Euro

Auf insgesamt 431,4 Milliarden Euro. Defizit bei 5,8 Prozent
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ABD0048_20260611 - WIEN - ÖSTERREICH: Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) am Donnerstag, 11. Juni 2026, anl. einer Sitzung des Nationalrats im Parlament in Wien. - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER © APA/HELMUT FOHRINGER

Von Ende 2025 bis Ende März hat sich Österreichs Schuldenstand um 13,3 Milliarden auf insgesamt 431,4 Milliarden Euro vergrößert. Gleichzeitig erhöhte sich im ersten Quartal 2026 auch die Schuldenquote, also das Verhältnis der Schulden zur Wirtschaftsleistung, von 81,5 auf 83,5 Prozent. Das Defizit lag bei 7,3 Mrd. Euro bzw. 5,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die zusätzlichen Schulden lassen sich laut Statistik Austria großteils auf den Bundessektor zurückführen.

14,1 Mrd. Euro kamen beim Bund dazu. "Hier wurden zum einen neue Schulden aufgenommen, um das laufende Defizit zu finanzieren, aber auch, um die Einlagen stark zu erhöhen", erklärte die fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk, in einer Aussendung. "Mit dieser Reserve stellt der Bund vorsorglich Liquidität sicher."

Defizit bei 5,8 Prozent

Im Landessektor stiegen die Schulden um 0,7 Mrd. Euro, im Gemeindesektor um 0,2 Mrd. Euro. Bei den Sozialversicherungen wurden die Verbindlichkeiten hingegen reduziert, die Statistik Austria spricht jedoch von einer Momentaufnahme. Schließlich komme es hier durch kurzfristige Finanzierungen regelmäßig zu starken unterjährigen Schwankungen.

Insgesamt standen im ersten Quartal Einnahmen von 60,5 Mrd. Euro Ausgaben von 67,8 Mrd. Euro gegenüber. Das öffentliche Defizit lag damit bei 5,8 Prozent. Auch hier entfällt der größte Brocken auf die Bundesebene, nämlich 6,4 von 7,3 Mrd. Euro.